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Parkraum mit Plan: Wie Gemeinden den Tourismusverkehr wirksam steuern

Parkraummanagement ist für touristisch geprägte Orte ein zentrales Werkzeug, um Verkehrsströme zu ordnen, Ortskerne zu entlasten und nachhaltige Mobilität zu fördern. Klare Regeln, nachvollziehbare Prozesse und attraktive Alternativen schaffen die Basis für einen zukunftsfähigen Tourismus.

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Lenkung statt Verdrängung

Bei der Parkraumbewirtschaftung steht nicht die Einschränkung der Mobilität im Vordergrund, sondern ihre bewusste Steuerung. In der Mobilitätsplanung gilt Parkraummanagement als Lenkungsinstrument: Es motiviert dazu, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken – besonders dann, wenn gleichzeitig gute Alternativen bereitstehen. Dazu gehören etwa. Dazu zählen zum Beispiel:

  • leistungsfähiger öffentlicher Verkehr
  • Gästekarten
  • Sharing-Angebote
  • gut ausgebaute Fuß- und Radwege

Für Gemeinden ist entscheidend: Parkraumbewirtschaftung wirkt am besten, wenn sie Teil eines ganzheitlichen Mobilitätskonzepts ist.

Parkraummanagement: mehr als Parkgebühren

Die Parkraumbewirtschaftung umfasst weit mehr als nur das Einheben von Parkgebühren. Im Mittelpunkt steht die gezielte Steuerung des verfügbaren Raums, um Ortszentren, Ausflugsziele und sensible Bereiche zu entlasten und die Mobilität effizienter zu gestalten. Zu den zentralen Elementen zählen:

  • klare Regelungen zu Parkdauer, Parkzonen und Nutzungszeiten
  • Differenzierung nach Nutzer:innengruppen (z. B. Gäste, Mitarbeiter:innen, Einheimische)
  • Vermeidung von Dauerparken an sensiblen oder zentralen Standorten
  • Verhinderung von Ausweich- und Verlagerungseffekten durch räumlich abgestimmte Regelungen
  • transparente und zweckgebundene Verwendung der Einnahmen für nachhaltige Mobilitätsmaßnahmen

Ein professionell aufgebautes Parkraummanagement unterstützt Gemeinden dabei, den Park-Such-Verkehr zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität für Gäste wie Einheimische zu erhöhen.

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Erfolgsfaktoren von Parkraummanagement

Touristische Regionen profitieren besonders von gemeindeübergreifenden Lösungen. Einzelne Maßnahmen in nur einem Ortsteil führen oft zu Verlagerungseffekten

Entscheidend ist, dass die Regeln für alle Nutzer:innen verständlich, logisch und einheitlich sind. In stark frequentierten Regionen können Besucherleitsysteme, Reservierungssysteme mit Zeitslots und eine gezielte Steuerung von Hotspots helfen, Parksuchverkehr zu vermeiden, Verkehrsströme zu lenken und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Hinweis: Gäste akzeptieren Parkgebühren meist leichter als Einheimische.

Für Gemeinden ist Parkraummanagement ein organisatorisches Gemeinschaftsprojekt. Achten Sie auf folgende Erfolgsfaktoren:

  • Abstimmung verschiedener Akteur:innen: Gemeinden, Tourismusorganisationen, Betriebe und Behörden müssen zusammenarbeiten, damit Regeln einheitlich umgesetzt werden.

  • Planung und Kontrolle: Es müssen Parkflächen, Zonen, Tarife, Dauerregelungen und Ausnahmen aufeinander abgestimmt werden.

  • Flexibilität und Anpassung: Organisatorische Strukturen müssen sicherstellen, dass Maßnahmen laufend evaluiert und bei Bedarf angepasst werden können.

  • Kommunikation: Informationen für Gäste und Einheimische müssen zentral koordiniert werden, um Akzeptanz zu fördern.

Technische Lösungen erleichtern die Umsetzung erheblich:

  • Parkautomaten mit barer und bargeldloser Zahlung
  • Digitale Park-Apps
  • Schrankenlose Systeme mit Kennzeichenerkennung
  • Automatische Leitsysteme zu freien Parkplätzen

Tipp: Immer wichtiger wird die Integration von E‑Mobilität: Ladepunkte an Parkflächen erhöhen die Attraktivität nachhaltiger Anreiseformen.

Für Gemeinden ist Transparenz entscheidend: Werden Einnahmen sichtbar in Mobilitätsangebote investiert, wie etwa in Busverbindungen, Radinfrastruktur oder E‑Mobilität, steigt die Akzeptanz deutlich. Gleichzeitig verstärkt dies die verkehrslenkende Wirkung.

Parkraummanagement betrifft sowohl Gäste als auch Einheimische und wird oft emotional diskutiert.

Als Gemeinde achten Sie daher auf:

  • frühzeitige und transparente Information
  • kontinuierliche Kommunikation
  • klare Begründungen mit Zielen, Regeln, Hintergründen
  • verständliche Darstellung des Nutzens vor Ort und der Region
  • kontinuierliche Evaluierung

Webinartipp: Nachschau

In der Webinarreihe „Parkraummanagement“ im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE erhalten Sie einen Überblick über Ihre Möglichkeiten zur effizienten Nutzung des Parkraums und erhalten Einblicke in die Praxis.

Parkraummanagement I: Vom Parkdruck zur Gestaltungskraft

Parkraummanagement II: Praxis

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