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Grandfather and grandson talking in a public park

EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE 2026: „Mobilität für alle Generationen“

Faire „Mobilität für alle Generationen" ist das Motto der diesjährigen EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE, die wie jedes Jahr vom 16. bis 22. September stattfindet. Wie Gemeinden mitmachen können und welche Hintergrundinfos für das Motto relevant sind, lesen Sie in diesem Artikel.

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Grandfather and grandson talking in a public park

Mitmachen ist ganz einfach!

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE findet jedes Jahr vom 16. bis 22. September statt. Im Jahr 2026 liegt der Schwerpunkt auf fairer Mobilität für alle Generationen! Ziel dieser Woche ist es, Bürger:innen und Entscheidungsträger:innen in Städten, Gemeinden und Regionen einzuladen, alltagstaugliche, klimafreundliche Verkehrsmittel kennenzulernen. Aktive Mobilitätsformen wie das Zu-Fuß-Gehen und Radfahren können dabei genauso ausprobiert werden, wie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Sharing-Fahrzeuge. Gleichzeitig eignet sich die Europäische Mobilitätswoche um dauerhafte Projekte mit mehr öffentlicher Aufmerksamkeit zu starten. So kann Lust auf mehr Aktive Mobilität entstehen!

Gut zu wissen: Österreich zählt zu den Spitzenreitern - rund 500 Gemeinden und Städte nehmen jedes Jahr an der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE teil.

Aktionen setzen und kostenlose Materialien nutzen

Auf der Website der Europäischen Mobilitätswoche stehen Ihnen zahlreiche Ideen zu Aktionen und Informationen rund um die EMW zur Verfügung. Nach einer Registrierung erhalten Sie zudem Zugang zu kostenlosen Materialien: zum Bestellen und Herunterladen.  Drucken Sie beispielsweise das Mobilitätsbingo in der Gemeindezeitung zum Selbstausschneiden und Mitmachen ab – attraktive Preise warten! Bauen Sie Ihr eigenes Periskop und betrachten Sie Ihre Gemeinde durch die Augen eines Kindes. Zeigen Sie mit einer Bilderausstellung, wie sich Ihre Gemeinde positiv verändert hat. Nutzen Sie die Geh-Check-App und laden Sie Mitbürger:innen in Ihre Gemeindegruppe ein, um Problemstellen zu sammeln und zu diskutieren. Knüpfen Sie an bestehende Feste an und erweitern Sie diese um Mobilitätsangebote zum Ausprobieren.

Sie brauchen Unterstützung bei der Umsetzung von Aktionen, haben Fragen oder Anregungen? Die EMW-Beratungsstellen in den Bundesländern  unterstützen Sie gern bei der Teilnahme an der Europäischen Mobilitätswoche! Bei der Umsetzung dauerhafter Maßnahmen steht Ihnen das klimaaktiv mobil Beratungsprogramm für Städte, Gemeinden und Regionen zur Verfügung.

© BMIMI/AEA/Olivia Halwachs

Österreichischer Mobilitätswochenpreis und Europäischer Award

Jedes Jahr vergibt die nationale Koordinationsstelle den Österreichischen Mobilitätswochenpreis  und den Mobilitätswochenpreis für Bildungseinrichtungen. 

Tipp: Denken Sie bereits bei der Planung an eine gute Fotodokumentation Ihrer Aktion und reichen Sie eine Projektbeschreibung samt Fotos ein.

Auf europäischer Ebene wird zudem der EUROPEANMOBILITYWEEK Award vergeben. Innsbruck hat sich 2025 mit einer bunten Palette an Aktionen beworben und ist gemeinsam mit Limassol (Zypern) und Riga (Lettland) als Finalist:innen ausgezeichnet worden. Die Aktionen reichten von Schulaktionen wie „Radlbus“ und „Äpfel & Zitronen“ über Repairworkshops, Stadtteilspaziergänge, zu Klimaticket-Testtagen, Kidical Mass und Radkino. Highlight war der „Erlebnisraum Superblock“: Rund um das Haus der Musik konnten Besucher:innen mit verschiedenen Stadtmodellen experimentieren und hautnah erfahren, wie eine fairere Nutzung des Verkehrsraums aussehen könnte. So nutze die Stadt die EMW als Plattform zum Ausprobieren von möglichen dauerhaften Maßnahmen.

© Stadt Innsbruck/Hans Friedrich

Jahresmotto: Mobilität für alle Generationen!

Das diesjährige Motto „Mobilität für alle Generationen“ richtet den Blick auf aktuelle Herausforderungen wie Mobilitätsarmut, Einsamkeit und Gesundheit und ermutigt dazu, Wege und Mobilitätsangebote zu schaffen, die es Menschen in jeder Lebensphase ermöglichen, aktiv und eigenständig mobil zu sein. Davon profitieren wir alle.

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Mobilitätsarmut bedeutet, dass Menschen ihre täglichen Wege aufgrund mangelnder finanzieller Mittel oder eines unzureichenden Verkehrsangebotes nicht zufriedenstellend bewältigen können. Wege zu Bildungs-, Nahversorgungs- oder Gesundheitseinrichtungen sind dann oftmals nicht leistbar oder nicht gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar. Abhilfe können hier attraktive Angebote für Aktive Mobilität, gut ausgebaute öffentliche Verkehrsmittel sowie ergänzend dazu Bedarfsverkehre oder Mitfahrgemeinschaften schaffen. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zu Klimaschutz und Lebensqualität.

Mehr Lebensqualität im öffentlichen Raum schafft auch mehr Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Einsamkeit ist – spätestens seit der Corona-Pandemie – ein Thema aller Generationen. Umso wichtiger ist es, Orte zu schaffen, an denen sich Personen aller Altersgruppen treffen können. Konkrete Angebote, wie gemeinsame Spaziergänge oder Wohnstraßen-Feste regen dazu an, sich auszutauschen und geben vielleicht den nötigen Impuls, ins Gespräch zu kommen.

Ein weiterer Aspekt bei der Förderung Aktiver Mobilität ist die Gesundheit der Menschen. Aktiv mobil sein unterstützt die tägliche Bewegung von Kindern und Jugendlichen genauso wie von Senior:innen und Erwachsenen. Die Initiativen Österreich zu Fuß und Österreich radelt unterstützen Gemeinden, die den Fuß- und Radverkehr stärken möchten, mit zahlreichen kostenlosen Materialien und Anleitungen. 

Gemeinsamer Kick-off zur EMW 2026

Sie wollen Teil der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE 2026 sein und benötigen noch etwas Inspiration? Am 13. April um 10:00 Uhr findet online unser Kick-off für die heurige EMW statt: Anmelden

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