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Fußverkehr fördern mit dem lokalen Fußverkehrskonzept und dem Masterplan Gehen

Ein lokaler Masterplan Gehen oder ein örtliches Fußverkehrskonzept bildet für Städte und Gemeinden die Grundlage, um klimaaktiv mobil Förderungen im Bereich Fußverkehr zu beantragen. Gleichzeitig sind diese Konzepte wertvolle Werkzeuge, um eine langfristige und nachhaltige Strategie für das Gehen vor Ort zu entwickeln.

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Örtliches Fußverkehrskonzept & Masterplan Gehen als Basis

Örtliche Fußverkehrskonzepte und Masterpläne Gehen schaffen die Grundlage für eine systematische und zukunftsorientierte Förderung des Fußverkehrs. Sie stellen sicher, dass ein zusammenhängendes, engmaschiges und flächendeckendes Gehwegenetz im Siedlungsgebiet vorhanden ist. Eine abgestimmte Planung für das gesamte Projektgebiet und ein sorgfältig ausgearbeitetes Soll-Fußwegenetz mit konkreten umsetzbaren Maßnahmen bieten Übersicht über den aktuellen Stand der Fußverkehrsinfrastruktur in der Gemeinde und stellen zudem eine Handlungsanleitung für deren Verbesserung dar.  Der Umfang der ausgearbeiteten und geplanten Maßnahmen reicht hierbei von einer „Handvoll“ bis hin zu 40 bis 50 oder mehr definierten Maßnahmen. 

klimaaktiv mobil fördert Infrastrukturmaßnahmen für eine fußverkehrsfreundliche Gestaltung von Städten, Gemeinden und Regionen. Die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung und zum Ausbau der Fußverkehrsinfrastruktur, Planungen und Vorleistungen sowie entsprechende Begleitmaßnahmen zur Information und Bewusstseinsbildung können im Rahmen des Förderantrages eingereicht werden. Wird zukünftig wieder Förderbudget freigegeben, ist die Erstellung eines lokalen Masterplans Gehen oder eines lokalen Fußverkehrskonzepts die Voraussetzung für den Erhalt einer Förderung.  

Das Beratungsprogramm für Städte, Gemeinden und Regionen berät und unterstützt Sie kostenfrei zu Ihren Mobilitätsprojekten.

Gut zu wissen: Fachpersonen können sich über die kostenlos zugängliche RVS für den Fußverkehr einen Überblick über die aktuellen Richtlinien verschaffen: RVS Fußverkehr 

Fußverkehrsprojekte aus der Praxis

Folgende Bundesländer, Städte und Gemeinden haben mittlerweile einen beschlossenen Masterplan Gehen oder ein örtliches Fußverkehrskonzept:

Burgenland:
Landesstrategie: Masterplan Burgenland zu Fuß (2026)

Kärnten:
Althofen: Fußverkehrskonzept (2022)
Klagenfurt: Masterplan Gehen (2022)
Villach: Masterplan Gehen (2024)

Folgende weitere Konzepte sind fertiggestellt bzw. in Erarbeitung: Kötschach-Mauthen (2025), Ferlach

Niederösterreich:
Bad Vöslau: Örtliches Fußverkehrskonzept (2023)
Krems an der Donau: Mobilitätskonzept, Masterplan Gehen (2022)
Langenzersdorf: Fußverkehrskonzept (2023)
Mödling: „Mödling gut zu Fuß”, Masterplan Gehen (2022)
St. Pölten: Leitkonzeption Aktive Mobilität, Masterplan Gehen (2024)
Wiener Neudorf: Örtliches Fußverkehrskonzept (2023)

Folgende weitere Konzepte sind fertiggestellt bzw. in Erarbeitung: Amstetten, Korneuburg, Ober-Grafendorf, Rohrendorf bei Krems, Traiskirchen, Tulln, Weinburg, Wiener Neustadt, Zellerndorf

Oberösterreich:
Fischlham: Fußverkehrskonzept (2023)
Leonding: Masterplan Gehen (2023)
Linz: Masterplan Gehen (2025)
Pasching: Zu Fuß durch Pasching, Fußverkehrskonzept (2024)
Ried im Innkreis: Mobilitätskonzept, Fußverkehrskonzept (2023)
Wartberg ob der Aist: Fußverkehrskonzept (2023)
Wels: Masterplan Gehen (2026)

Folgende weitere Konzepte sind fertiggestellt bzw. in Erarbeitung: Ansfelden, Altenberg, Bad Goisern, Enns, St. Marienkirchen bei Schärding, Steinerkirchen an der Traun, Traun

Salzburg:
Dorfbeuern: Fußverkehrskonzept (2023)
Flachau: Fußverkehrskonzept (2024)
Grödig: Gemeinde Gut zu Fuß, Fußverkehrkonzept (2022)
Landesstrategie: Masterplan Gehen (2021)
Saalfelden: Masterplan Gehen (2026)
Stadt Salzburg: Masterplan Gehen (2021)
Tamsweg: Fußverkehrskonzept (2025)
Unken: Fußverkehrskonzept (2023)

Folgende weitere Konzepte sind fertiggestellt bzw. in Erarbeitung: Großarl, Mauterndorf, Mittersill, Neumarkt am Wallersee, Oberndorf, Straßwalchen, Strobl, St. Martin bei Lofer, Uttendorf

Steiermark:
Ehrenhausen an der Weinstraße: Fußverkehrskonzept (2024)
Graz: Masterplan Gehen (2024)
Judenburg: Örtliches Fußverkehrskonzept (2024)
Landesstrategie: Fußverkehrsstrategie Steiermark 2030+ (2023)
Trofaiach: Örtliches Fußverkehrskonzept (2021)
Zeltweg: Örtliches Fußverkehrskonzept (2021)

Folgende weitere Konzepte sind fertiggestellt bzw. in Erarbeitung: Eggersdorf bei Graz, Feldbach, Gröbming, Passail, Weiz

Tirol:
Dölsach: "Dölsach gut zu Fuß", Örtliches Fußverkehrskonzept (2024)
Innsbruck: Masterplan Gehen (2022)
Kufstein: Masterplan Gehen (2026)
Lienz: „10 Minuten zu Fuß”, Örtliches Fußverkehrskonzept (2023)

Folgende weitere Konzepte sind fertiggestellt bzw. in Erarbeitung: Ainet, Axams, Fieberbrunn, Iselsberg-Stronach, Oberlienz, Wörgl

Vorarlberg:
Bregenz: Fuß- und Radwegkonzept (2019)
Hittisau: Örtliches Fußverkehrskonzept (2024)
Hohenems: Masterplan Gehen (2025)

Folgende weitere Konzepte sind fertiggestellt bzw. in Erarbeitung: Dornbirn, Wolfurt

Wien:
Alle bisherigen Bezirke in Wien: Wien zu Fuss: Masterplan Gehen

Innere Stadt (1. Bezirk; 2026), Leopoldstadt (2. Bezirk; 2024), Landstraße (3. Bezirk; 2024), Wieden (4. Bezirk; 2025), Margareten (5. Bezirk; 2024), Mariahilf (6. Bezirk; 2023), Neubau (7. Bezirk; 2022), Josefstadt (8. Bezirk; 2022), Alsergrund (9. Bezirk; 2023), Favoriten (10. Bezirk; 2023), Simmering (11. Bezirk; 2023), Meidling (12. Bezirk; 2023), Penzing (14. Bezirk; 2023), Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk; 2022), Ottakring (16. Bezirk; 2022), Hernals (17. Bezirk; 2023), Währing (18. Bezirk, 2022), Döbling (19. Bezirk; 2023), Brigittenau (20. Bezirk; 2024), Floridsdorf (21. Bezirk; 2023), Donaustadt (22. Bezirk; 2023), Liesing (23. Bezirk; 2024) 

Folgende weitere Konzepte sind fertiggestellt bzw. in Erarbeitung: Hietzing (13. Bezirk)

Die Maßnahmen sind so vielfältig wie die Projekte selbst. Neben Fußgängerzonen, Begegnungszonen und Wohnstraßen sollen auch Querungshilfen und Gehsteigverbreiterungen umgesetzt werden. Dabei passen Städte und Gemeinden ihre Maßnahmen an die vorhandene Fußverkehrsinfrastruktur an. Weiters werden ganze Plätze zu fußverkehrsfreundlichen Knotenpunkten umgestaltet, um den Anteil des Fußverkehrs am täglichen Mobilitätsaufkommen deutlich zu erhöhen.

© AEA/Olivia Halwachs

Die Förderaktion „klimaaktiv mobil – Aktive Mobilität und Mobilitätsmanagement 2025“ wurde beendet. Die zur Verfügung stehenden Förderungsmittel sind zur Gänze ausgeschöpft. Eine Fortführung oder Neuauflage der Förderungsinitiative klimaaktiv mobil kann 2026 im Fall einer ausreichenden Budgetverfügbarkeit erfolgen.

Erstellung eines lokalen Masterplans Gehen oder eines örtlichen Fußverkehrskonzeptes

Für Landeshauptstädte und Städte mit mehr als 15.000 Einwohner:innen ist die Erstellung eines lokalen Masterplans Gehen für eine Förderzusage verpflichtend, für alle anderen Gemeinden reicht ein örtliches Fußverkehrskonzept. Das Konzept muss im Gemeinderat beschlossen werden und soll ein zusammenhängendes, engmaschiges, umwegminimierendes und flächendeckendes Gehwegenetz sicherstellen. Folgende Inhalte und Darstellungen müssen enthalten sein:

  • Zielsetzungen für den Fußverkehr
  • Definition des Planungshorizontes (mindestens drei Jahre)
  • Festlegung der abgrenzbaren Planungseinheit (auf Gemeindeebene, für Städte mit mehr als einer Million Einwohner:innen auf Bezirksebene)
  • Ist-Analyse des bestehenden Fußwegenetzes
  • Identifizierung sowie Lokalisierung aktueller fußverkehrsrelevanter Problem- oder Schwachstellen
  • Erarbeitung eines Soll-Fußwegenetzes mit umwegfreien Fußdirektverbindungen
  • Konzept zur fußverkehrsfreundlichen Siedlungsentwicklung unter der Prämisse der Verkehrsflächenumverteilung zugunsten der Formen der Aktiven Mobilität und des sparsamen Umgangs bestehender bereits versiegelter Verkehrsflächen (zum Beispiel Überlegungen zur Nachverdichtung der Siedlung, Verkehrsvermeidung, Ortskernbelebung)
  • Tabellarischer Infrastrukturinvestitionsplan (Maßnahmenliste)

Gut zu wissen: Umsetzer:innen erhalten im Handbuch Gehen Hilfestellungen.

Fußverkehrskonzepte sind auch ohne Förderung ein wichtiges Werkzeug um den Fußverkehr zu stärken. Durch die gesamtheitliche Betrachtung des Gemeindegebiets und die umsichtige Planung und Umsetzung von kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen verfügt die Gemeinde über einen Handlungsplan zur Verbesserung des Fußverkehrs, der Schritt für Schritt abgearbeitet werden kann.

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Bundesstrategie: Mobilitätsmasterplan und der Masterplan Gehen 2030

Der lokale Masterplan Gehen und das örtliche Fußverkehrskonzept stehen im Einklang mit der Bundesstrategie – dem Masterplan Gehen 2030. Er ist ein Beitrag zur Umsetzung des Mobilitätsmasterplans 2030, welcher den Klimaschutzrahmen für den Verkehrssektor in Österreich bildet. Dieser Masterplan Gehen 2030 wurde vom Bundesministerium in Abstimmung mit dem Städtebund, dem Gemeindebund, den Bundesländern und Expert:innen aus dem Bereich Fußverkehr entwickelt. Ziel ist es, den Stellenwert des Fußverkehrs sowohl bei Planungen und Infrastrukturprojekten als auch in den Richtlinien von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden deutlich zu erhöhen.

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Eine Familie - ein Vater, eine Mutter und ein Volksschulkind - gehen auf einem gepflasterten Gehweg entlang. Links und rechts ist der Weg begrünt. © BMK/Captif Stefan Mayerhofer

Österreich zu Fuß

Die österreichweite Initiative für den Fußverkehr: Nutzen Sie kostenfreie Vorlagen & Anleitungen
Familie mit Kleinkind zu Fuß unterwegs. Das Kind sitzt auf den Schultern des Vaters © klimaaktiv mobil/Philipp Grausam

Masterplan Gehen 2030

Österreichs Strategie für den Fußverkehr im Überblick
Kinder laufen mit Schultaschen am Rücken entlang eines breiten Gehweges, beschattet von einer Pergola. Rechts davon Begrünung. © iStock.com/Nanci Santos

Einmaleins des Fußverkehrs

Die wichtigsten Tipps für attraktive Fußwege zusammengefasst.
Das Foto zeigt ein Gemeindeamt mit Solarpanelen am Dach, davor ist dein Platz mit ein paar Bäumen und Begrünung. © iStock, Jorge Martinez

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