© BMIMI / Stefanie Hilgarth - Die Botschaft der Illustration
Übersichtsbild aus der Publikation "Mobilitätswende in der Gemeinde - so klappt's" einer typischen ländlich geprägten Gemeinde

Mobilitätswende in Städten, Gemeinden und Regionen

Österreich setzt auf das Prinzip “vermeiden - verlagern - verbessern” und möchte so die Klimaziele im Mobilitätsbereich bis 20240 erreichen. Welche Möglichkeiten Städte, Gemeinden und Regionen hierbei haben und wie sie zur Erreichung der Klimaziele, aber auch einer Steigerung der Lebensqualität beitragen können, erfahren Sie in diesem Artikel

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Übersichtsbild aus der Publikation "Mobilitätswende in der Gemeinde - so klappt's" einer typischen ländlich geprägten Gemeinde

Gestalten Sie die Mobilitätswende aktiv mit klimaaktiv mobil!

Die Mobilitätswende ist zentral für eine nachhaltige Zukunft – und Sie können dazu beitragen, Ihre Stadt, Gemeinde oder Region klimafreundlicher zu gestalten! Bis 2030 sollen laut dem Strategiepapier der Bundesregierung, dem „Mobilitätsmasterplan 2030“, 60 Prozent der Wege in Österreich klimafreundlich zurückgelegt werden. Nutzen Sie Ihre Chance, aktiv an dieser Vision mitzuwirken und einen entscheidenden Beitrag zu leisten.

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) bietet mit dem Programm „Mobilitätsmanagement für Städte, Gemeinden und Regionen“ umfassende Beratung für Ihre Projekte rund um Aktive Mobilität und Mobilitätsmanagement.

Das Beratungsprogramm, vertreten durch die komobile GmbH,  steht Ihnen dabei als Partner zur Seite: Mit einem österreichweiten, kostenlosen Beratungsservice begleiten wir Sie bei der Planung und Umsetzung Ihrer Vorhaben.

Die Mobilitätswende im Überblick

Mobilitätsangebote für alle Generationen und Konzepte wie die „15 Minuten-Gemeinde“ ermöglichen eigenständige, aktive und sichere Mobilität für alle Menschen. Eine ganzheitliche Betrachtung aller Mobilitätsformen und die Erhebung wichtiger Schnittstellen, Ziel- und Quellorte sowie Gefahren- oder Problemstellen schafft Bewusstsein und eine Grundlage für die Umsetzung eines nachhaltigen Mobilitätssystems. Mobilität endet nicht an der Gemeindegrenze, eine Verknüpfung mit regionsübergreifenden Verkehrswegen und -Verbindungen macht Sinn. 

Die Einführung von Rad- und Fußverkehrsbeauftragten, ausgestattet mit Zuständigkeiten und im Idealfall Budget, erweist sich als sinnvoll, um aktive Mobilitätsformen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, Verbesserungen in diesen Bereichen voranzutreiben und relevante Akteur:innen zu vernetzen. Generell macht sich eine Beteiligung der betroffenen Bevölkerung und lokaler wie regionaler Initiativen und eine parteiübergreifende Zusammenarbeit bezahlt. 

Zusätzlich zur Infrastruktur für Fuß- und Radverkehr ist es wesentlich, auch ergänzende Angebote für aktiv mobile Verkehrsteilnehmer:innen aller Altersstufen zu schaffen: Neben Self-Service-Stationen für Radfahrende machen auch Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen die Fuß- und Radwege attraktiver. Eine gute Beleuchtung kann vor allem in Unterführungen und in abgelegeneren Ortsteilen das Zu Fuß-Gehen angenehmer gestalten. Bepflanzungen mit Bäumen dienen als Schattenspender und verschönern die Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur, vor allem in den Sommermonaten. Insbesondere an ÖV-Haltestellen, aber auch an weiteren Punkten entlang von Rad- und Fußverkehrswegen sind neben ausreichend und überdachten Parkmöglichkeiten für Fahrräder in allen Ausführungen, Roller und Kinderwagen auch Witterungsschutz, Schließfächer sowie öffentliche Toiletten gefragt. Spielmöglichkeiten in der Nähe von Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen runden das attraktive ergänzende Angebot rund um die Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur ab.

Checkliste

  • Gibt es eine übergeordnete Mobilitätsstrategie für die Gemeinde oder Region, die politisch beschlossen und langfristig verankert ist?

  • Beinhaltet die Strategie alle relevanten Verkehrsarten (Fuß-, Rad- und Öffentlicher Verkehr sowie motorisierter Individualverkehr)?

  • Sind Schnittstellen zur Raumplanung, Stadtentwicklung und regionalen Vernetzung berücksichtigt und abgestimmt?

  • Wurden klare Ziele, Zuständigkeiten und Prioritäten für die Umsetzung festgelegt (zum Beispiel. „Kümmerer“, Maßnahmenplan)?

  • Wurde die Bevölkerung, lokale Initiativen sowie relevante Akteur:innen (Verwaltung, Wirtschaft, Bildung, Nachbargemeinden) aktiv eingebunden?

  • Sind eine regelmäßige Evaluierung und Fortschreibung der Strategie vorgesehen, um neue Entwicklungen zu berücksichtigen?

Dichte Siedlungsstruktur, vielfältige Nutzungsmischungen und kurze Wege sind ideale Voraussetzungen, um auf Mobilitätsformen Aktiver Mobilität umzusteigen und Konzepte wie die „15 Minuten-Stadt“ umzusetzen. 

Wesentlich ist die Einbeziehung von Fuß- und Radverkehr in die Instrumente der örtlichen Raumplanung: sinnvoll ist die Festlegung der angestrebten Fuß- und Radwegenetze im örtlichen Entwicklungskonzept sowie die Dokumentation des öffentlichen Interesses daran. Auf der Ebene des Flächenwidmungsplans lassen sich bestehende und angestrebte Verbindungen der Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur dokumentieren und ersichtlich machen. Im Bebauungsplan können öffentliche Durchwegungen nach Möglichkeit festgelegt werden und relevante Wegebeziehungen freigehalten werden. 

Weitere Möglichkeiten zur Sicherung von Fuß- und Radwegverbindungen sind öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Instrumente wie etwa der Kauf relevanter Flächen für Durchwegungen, die Absicherung von Wegerechten im Grundbuch (Stichwort Dienstbarkeit) oder die vertragliche Regelung zur Nutzung von Flächen über Pachtverträge. 

Um die Ortszentren lebendig zu halten bzw. wieder zu beleben gibt es neben Nachnutzungskonzepten und Verdichtungsmaßnahmen auch vergleichsweise unaufwändige Möglichkeiten wie das Aufstellen von Sitzgelegenheiten oder offene Bücherschränke um Begegnung und Miteinander zu ermöglichen.

Checkliste

  • Sind zentrale Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Bildung und Freizeit räumlich gut verknüpft (Funktionsmischung, kurze Wege)?

  • Wird Innenentwicklung vor Außenentwicklung konsequent umgesetzt (Nachverdichtung, Nutzung von Leerständen, Ortskernbelebung)?

  • Besteht eine gute Anbindung an den Umweltverbund (Fuß-, Radverkehr, Öffentlicher Verkehr) bei neuen und bestehenden Siedlungsgebieten?

  • Werden autoreduzierte Wohnkonzepte (Carsharing, Fahrrad- und E-Transportradsharing, ÖV-Netzkarten) aktiv gefördert oder ermöglicht?

Jeder Weg beginnt zu Fuß. Gehen ist klimafreundlich, gesund und platzsparend. Gute Raumplanung ermöglicht es Einrichtungen des täglichen Bedarfs fußläufig erreichen zu können und attraktive Gestaltung der öffentlichen Räume steigern die Lebensqualität und die Motivation sich aktiv mobil zu bewegen. Gleichzeitig trägt das Gehen wesentlich zur Belebung des öffentlichen Raumes bei und fördert soziale Kontakte, Nachbarschaft und lokale Wirtschaft.

Checkliste

  • Gibt es ein durchgängiges, sicheres und attraktives Fußwegenetz, das wichtige Ziele wie Nahversorgung, Bildungseinrichtungen und Freiräume direkt verbindet?
  • Ist der öffentliche (Straßen-)Raum attraktiv, sicher und fußgängerfreundlich gestaltet, mit Begrünung, Beschattung, barrierefreien Querungen?
  • Sind Durchgänge, Wege und Sackgassen für Zu-Fuß-Gehende geöffnet oder durchgängig nutzbar, um direkte und kurze Wegverbindungen zu ermöglichen?
  • Sind bestehende Fußwegverbindungen langfristig gesichert (zum Beispiel durch Widmung, Grundsicherung oder Eintrag in Planungsinstrumente)?
  • Gibt es ausreichend konsumfreie Aufenthalts- und Verweilmöglichkeiten wie Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen oder schattige Ruheplätze?
  • Besteht ein übersichtliches und einheitliches Leit- bzw. Beschilderungssystem, das wichtige Ziele, Entfernungen und Zeitaufwand klar ausweist?
     

Eine ganzheitliche Betrachtung des Radverkehrs in einer Region anhand einer Zielnetzplanung ist neben einzelnen Radinfrastrukturprojekten, die etwa Lückenschlüsse zwischen bestehenden Radfahranlagen darstellen können, eine kostengünstige Option, um ein attraktives und durchgängiges Radwegenetz zu schaffen. Dabei gilt es die Anbindung von Orten des täglichen Bedarfs ebenso zu berücksichtigen wie ÖV-Haltestellen und Siedlungsgebiete außerhalb des Ortskerns. 

Neben eigenen Radverkehrsanlagen, wie Einrichtungs-, Zweirichtungs-Radwegen oder gemischten Geh- und Radwegen oder auf Mehrzweck- oder Radfahrstreifen, kann der Radverkehr auch durch die Einrichtung einer Fahrradstraße, dem Öffnen von Einbahnen oder Sackgassen für den Radverkehr oder durch Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, wie etwa Tempo 30 im Ortsgebiet, unterstützt werden. Bei niedrigen Geschwindigkeiten, etwa durch entsprechende Straßengestaltung kombiniert mit Geschwindigkeitsbeschränkungen, kann der Radverkehr im Mischverkehr geführt werden. Die zu beachtende RVS 03.02.13 (Radverkehr) steht über klimaaktiv mobil kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Radverkehr lässt sich aber auch ohne bauliche Maßnahmen fördern, so können Radwegverbindungen mit kostengünstigen Maßnahmen wie der Öffnung von Einbahnen oder Durchfahrten verbessert werden. Wichtig sind zudem diebstahlsichere und witterungsgeschützte Abstellanlagen an wichtigen Punkten des Alltagslebens wie Wohngebieten, Versorgungseinrichtungen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen oder Freizeitanlagen.

Checkliste

  • Gibt es eine strategische Zielnetzplanung für den Radverkehr, die Haupt- und Nebenrouten definiert und schrittweise umgesetzt wird?
  • Sind Radwege und -routen sicher, komfortabel und durchgängig gestaltet – mit ausreichender Breite, sanften Steigungen und sicheren Querungen?
  • Werden bestehende Straßenräume radfreundlich gestaltet, wie durch Öffnung von Einbahnen/Busspuren, Fahrradstraßen, Begegnungszonen?
  • Ist die Radverkehrsinfrastruktur ganzjährig nutzbar, etwa durch regelmäßige Reinigung, Winterdienst und gute Beleuchtung?
  • Gibt es ausreichend sichere und witterungsgeschützte Abstellanlagen an Wohn-/Bildungs-/Arbeitsstandorten und Mobilitätsschnittstellen?
  • Werden ergänzende Angebote wie Fahrradservicestationen, Leitsysteme, Beschilderungen und Fahrradkarten bereitgestellt?
  • Setzt die Gemeinde auf Bewusstseinsbildung und Motivation, wie durch Kampagnen („Österreich radelt“), Radfahrkurse oder Aktionstage?
     

Gut ausgebaute öffentliche Verkehrssysteme lassen sich lokal mit Bedarfsverkehrssystemen oder Mikro-ÖV-Systemen wie Gemeindebus, Rufbus oder Sammeltaxi ergänzen und ermöglichen so ohne eigenes Auto mobil zu sein. Neben einem interessanten ÖV-Angebot an sich, gilt es auch die Anbindung an die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs mitzudenken. Mit attraktiven Geh- und Radwegen bis zu den Haltestellen sowie angenehmen und sicheren Wartemöglichkeiten legen mehr Menschen die letzten Kilometer zwischen Zuhause und ÖV-Haltestelle zu Fuß und mit dem Fahrrad zurück. Wesentlich sind auch sichere und witterungsgeschützte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder aller Art, im Idealfall ergänzen Schließfächer den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Verleih- und Sharingangebote an Zielbahnhöfen unterstützen zudem eine Bedarfsreduktion an Stellplätzen bei Arbeitgeber:innen und den Bedarf an Transportplätzen für Fahrräder in öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Checkliste

  • Gibt es eine gute Anbindung an das regionale und überregionale ÖV-Netz, insbesondere an Schienenstrecken und Hauptbuslinien?

  • Sind lokale Bus- und Mikro-ÖV-Angebote zeitlich und räumlich gut auf die Hauptachsen abgestimmt (Taktung, Anschluss, Umsteigemöglichkeiten)?

  • Ist der öffentliche Verkehr Teil eines integrierten Mobilitätskonzepts, das Fuß-, Rad- und Sharing-Angebote systematisch miteinander verknüpft?

  • Verfügt die Gemeinde über sichere und attraktive Wege zu den Haltestellen, inklusive Beleuchtung, Barrierefreiheit und Radabstellanlagen?

  • Gibt es Kooperationen oder Abstimmungen mit Verkehrsverbünden, Nachbargemeinden oder Mobilitätszentralen, um Synergien zu nutzen?

  • Werden begleitende Maßnahmen zur Information und Bewusstseinsbildung umgesetzt (wie Schnuppertickets, Echtzeitinfos, Schulung von Mitarbeitenden)?

Das Teilen (Sharing) von Fahrzeugen, wie beispielsweise Autos, (Transport-)Rädern oder Scootern, sowie von Fahrten selbst verbessert die Umweltbilanz im Mobilitätsbereich und stellt eine effizientere Verwendung von Ressourcen sicher. Ein umfangreiches Angebot kann eine gute Alternative zu unvermeidbaren Autofahrten oder unerwarteten Ausfällen im öffentlichen Verkehr sein. Durch gemeinsam genutzte Fahrzeuge reduziert sich auch der (öffentliche) Platzbedarf, denn weniger Autos benötigen weniger Stellplätze. Somit können der Flächenverbrauch und die Bodenversiegelung verringert werden. 

Ein Fahrradverleih am (Ziel-)Bahnhof reduziert die benötigten Stellplätze bei Arbeitgeber:innen und macht die Mitnahme von Fahrrädern im ÖV überflüssig. Für den Transport von Kindern, Einkäufen oder auch Möbeln, Musikinstrumenten oder ähnlichem sind auf vielen Strecken E-Transporträder die ideale Verkehrsmittelwahl. Damit Bürger:innen dies ausprobieren können, eignet sich die Anschaffung eines E-Transportrads, das allen Bürger:innen zur Verfügung steht. Wie im Projekt Klimaentlaster erprobt, lässt sich über Webplattformen und Verleihboxen das Ausleihen vereinfachen. Sogenannte „Radlgeber:innen“ übernehmen Verleih und Wartung und nutzen dafür das E-Transportrad kostenlos. Weitere ERfahrungen, Tipps und Hilfsmittel finden Sie unter https://www.klimaentlaster.at/ 

Checkliste

  • Gibt es in der Gemeinde (E-)Autos, (Transport-)Räder oder ähnliche Fahrzeuge zum Ausborgen bzw. Teilen?

  • Sind die Sharing-Angebote gut mit dem öffentlichen Verkehr verknüpft und für alle gut erreichbar?

  • Stehen geeignete Standorte und, falls erforderlich, Ladeinfrastruktur für Sharing-Angebote zur Verfügung?

  • Kann der gemeindeeigene Fuhrpark außerhalb der Dienstzeiten von Bürger:innen genutzt werden?

  • Gibt es Mitfahrbörsen, Mitfahrbankerl oder ähnliche Angebote zum gemeinsamen Fahren?

Das Parkraumangebot hat großen Einfluss auf die Verkehrsmittelwahl. Erst wenn der Stellplatz für das (eigene) motorisierte Fahrzeug gleich weit weg ist wie die nächste ÖV-Haltestelle, sind die  Voraussetzungen für eine wirklich faire Verkehrsmittelwahl gegeben. Ein effektives Parkraummanagement ermöglicht eine gerechtere Aufteilung des öffentlichen Raums zugunsten des Zu-Fuß-Gehens und Radfahrens und erlaubt eine qualitätsvolle Gestaltung des Straßenraums. Sammelgaragen und Parkraumbewirtschaftung (z. B. flächendeckende Kurzparkzonen) tragen zu einer Umverteilung der Flächenbeanspruchung bei und können eine Einnahmequelle für die Gemeindekasse darstellen.

Auch verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Zonenbeschränkungen dienen der Attraktivierung aktiver und klimafreundlicher Mobilitätsformen für alle Altersgruppen. 

Checkliste

  • Gibt es Maßnahmen zur Reduktion des ruhenden Verkehrs (beispielsweise Sammelgaragen, Kurzparkzonen)?

  • Werden freiwerdende Flächen für Aufenthalts- und Grünräume genutzt?

  • Gilt innerorts eine Regelgeschwindigkeit von max. 30 km/h?

  • Sind ÖV-Haltestellen gleich gut erreichbar wie Pkw-Stellplätze?

  • Gibt es sichere Schulwege oder Schulstraßen?

Alle Maßnahmen zur Mobilitätswende binden idealerweise die Bevölkerung von der Planung, über Umsetzung, bis zur Evaluierung ein. Darüber hinaus sollten alle vorhandenen Kommunikationsinstrumente der Gemeinde kontinuierlich zur Bewusstseinsbildung genutzt werden – denn Änderungen im Mobilitätsverhalten beginnen im Kopf und benötigen Zeit.

Geh- und Radzeitkarten zeigen wie schnell und auf kurzen Wegen Ziele zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden können. Die Zeit- und Distanzkarten laden in Kombination mit einer guten Beschilderung und Wegweisung an neuralgischen Punkten immer wieder dazu ein, aktiv mobil unterwegs zu sein. Neben allgemeinen Informationen zu den Mobilitätsangeboten vor Ort lassen sich Geh- oder Radzeitkarten in Willkommensmappen für neuzugezogene Bürger:innen Ihrer Gemeinde beilegen. Zudem können sie am Gemeindeamt, an Haltestellen des ÖV und an weiteren gut frequentierten Punkten digital oder analog angezeigt und auf der Gemeindehomepage als Download verfügbar gemacht werden. 

Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung für aktive Mobilität lassen sich ganz einfach auch in bereits stattfindenden Veranstaltungen oder vorhandene Kommunikationskanälen integrieren: Richten Sie beim nächsten Dorffest einen Infostand zu Möglichkeiten Aktiver Mobilität in Ihrer Gemeinde ein und stellen Sie das Transportrad-Sharing vor. Schreiben Sie für die Gemeindezeitung einen Erfahrungsbericht zu den neuen Radabstellanlagen oder bewerben Sie die Geh- und Radzeitkarte auf der Gemeindehomepage.

Nutzen Sie zudem Kampagnen zur Bewusstseinsbildung, wie Österreich zu Fuß, Österreich radelt oder die Europäische Mobilitätswoche! Diese stellen kostenlos Materialien (als Download) zur Verfügung und laden zum Mitmachen und Nachahmen ein! 

Checkliste

  • Werden Bürger:innen von der Planung bis zur Umsetzung und Evaluierung aktiv beteiligt?

  • Werden Gemeindemedien (Website, Zeitung, Social Media) regelmäßig für Mobilitätsthemen genutzt?

  • Sind Gemeindemitarbeiter:innen und Führungskräfte in nachhaltiger Mobilität geschult und als Vorbilder aktiv?

  • Sind alle nachhaltigen Mobilitätsangebote leicht auffindbar und unter einer gemeinsamen Marke erkennbar?

  • Nimmt die Gemeinde an Programmen wie „Österreich radelt“, „Österreich geht“ oder der „Europäischen Mobilitätswoche“ teil?

  • Gibt es Kooperationen mit anderen (energieeffizienten (e5)) Gemeinden, dem Land, Städte-/Gemeindebund, regionalen (Tourismus-) Verbänden, Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) oder Klimawandel-Anpassungs-modellregionen (KLAR!)?

Informationen über unsere Webinare

Im Rahmen des klimaaktiv mobil Programms bietet das Beratungsprogramm jährlich Webinare zu aktuellen Themen im Bereich umweltfreundlicher Mobilitätslösungen an. Die Teilnahme an den Webinaren ist kostenfrei. Eine zeitgerechte Anmeldung ist notwendig und Sie erhalten den Link zum Webinar.

Termine

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Illustration: Ein Puzzlebild einer Gemeinde wird zusammengesteckt von 5 verschiedenen Händen © BMIMI / Stefanie Hilgarth - Die Botschaft der Illustration

Beratungsangebote für Städte, Gemeinden und Regionen

klimaaktiv mobil unterstützt Städte, Gemeinden und Regionen bei der Entwicklung und Umsetzung klimafreundlicher Mobilitätslösungen
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Eine Frau fährt mit dem Fahrrad in einer Stadt. Dahinter ist eine weitere Radfahrerin zu sehen. Sie selbst trägt Jeans, ein T-Shirt und darüber eine Jacke. © stock.adobe.com/Michael

Masterplan Radfahren 2030

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Eine Familie - ein Vater, eine Mutter und ein Volksschulkind - gehen auf einem gepflasterten Gehweg entlang. Links und rechts ist der Weg begrünt. © BMK/Captif Stefan Mayerhofer

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