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Der Fußverkehr: Ein unverzichtbarer Teil der Alltagsmobilität

Was gehört alles zum „Fußverkehr”? Wenn von Verkehr die Rede ist, denken die meisten Menschen zuerst an Autos, Busse, Bahnen oder Fahrräder. Dabei wird eine Form der Mobilität oft übersehen: der Fußverkehr. Zu Fuß gehen ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags und begleitet nahezu jede Form der Fortbewegung.

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Vorteile auf einen Blick

Gesund

Bereits 4.000 Schritte pro Tag erhöhen die körperliche und mentale Gesundheit von Erwachsenen. Lesen Sie mehr zum 10.000-Schritte-Mythos

Platzsparend

Der Fußverkehr benötigt deutlich weniger Verkehrsfläche als andere Mobilitätsformen.

Flexibel

Wer zu Fuß unterwegs ist, kann jederzeit und ohne Vorbereitung losgehen. Gerade auf kurzen Distanzen ist es oft die direkteste und unkomplizierteste Möglichkeit, ein Ziel zu erreichen.

Sozial

Fußverkehr fördert Begegnungen und stärkt das soziale Miteinander. Fußgänger:innen nehmen ihre Umgebung bewusster wahr und kommen leichter mit anderen Menschen in Kontakt.

Zu-Fuß-Gehen ist Teil unserer alltäglichen Mobilität

Viele alltägliche Wege sind kürzer als gedacht. Der Gang zum Supermarkt, zur Apotheke, zur Schule oder zum Café um die Ecke lässt sich beispielsweise häufig bequem zu Fuß erledigen. Das macht den Fußverkehr zu einer der flexibelsten und zugänglichsten Mobilitätsformen.

Anders als bei anderen Verkehrsmitteln werden für das Zu-Fuß-Gehen keine Abstellflächen benötigt. Es verursacht keine Betriebskosten und steht praktisch jeder Person jederzeit zur Verfügung. Dadurch trägt der Fußverkehr wesentlich zu einer funktionierenden und lebenswerten Ortsentwicklung bei.

Was zählt alles zum Fußverkehr?

  • Der Weg zum Arbeitsplatz oder zur Schule

  • Einkäufe in der Nachbarschaft

  • Der Weg zur Bushaltestelle oder zum Bahnhof

  • Das Gehen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln

  • Spaziergänge im Freien

  • Wege zu Freizeit- und Sporteinrichtungen

  • Touristische Erkundungen von Städten und Regionen


So verbessern Sie den Fußverkehr in Ihrer Gemeinde: Einmaleins des Fußverkehrs

Zu-Fuß-Gehen ist gesund

Zu-Fuß-Gehen bietet zahlreiche Vorteile für die körperliche und psychische Gesundheit. Regelmäßiges Gehen stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Fitness, fördert den Muskelaufbau und wirkt sich positiv auf das mentale Wohlbefinden aus. Gleichzeitig sinkt das Risiko für verschiedene Erkrankungen wie Diabetes, bestimmte Krebsarten oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus wird eine höhere Lebenserwartung mit regelmäßiger Bewegung zu Fuß in Verbindung gebracht.

Ein besonderer Vorteil des Zu-Fuß-Gehens ist, dass es sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Entgegen dem weit verbreiteten Mythos sind für gesundheitliche Effekte nicht unbedingt 10.000 Schritte täglich erforderlich: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bereits rund 4.000 Schritte pro Tag messbare positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.

Lesen Sie mehr über die gesundheitlichen Effekte des Zu-Fuß-Gehens: Gehen ist gesund
 

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Zu-Fuß-Gehen ist das Bindeglied verschiedener Mobilitätsformen

Das Zu-Fuß-Gehen wird als eigenständige Mobilitätsform häufig unterschätzt. Dabei verbindet der Fußverkehr sämtliche Verkehrsarten miteinander. Fast jede Fahrt beginnt und endet mit einem Fußweg. Wer mit dem Bus fährt, geht zunächst zur Haltestelle. Wer das Fahrrad nutzt, legt die Wege zwischen Wohnung, Fahrradabstellanlage und Zielort zu Fuß zurück. Auch Autofahrerinnen und Autofahrer bewegen sich als Zu-Fuß-Gehende zum Fahrzeug und anschließend vom Parkplatz zum eigentlichen Ziel.

Besonders wichtig ist die Verbindung zwischen öffentlichem Verkehr und Fußverkehr. Attraktive, sichere und barrierefreie Fußwege erhöhen die Erreichbarkeit von Haltestellen und Bahnhöfen. Die Qualität der Fußwege ist oftmals entscheidend, ob Menschen den öffentlichen Verkehr als komfortable Mobilitätslösung wahrnehmen und nutzen.

Lesen Sie mehr zur Verbindung zwischen öffentlichem Verkehr und Fußverkehr: Vom Gehweg zum Gleis

Zu-Fuß-Gehen ist ein wichtiger Baustein des Tourismus

Wenn Menschen einen neuen Ort besuchen, verbringen sie einen großen Teil ihrer Reise zu Fuß. Sei es beim Schlendern durch historische Altstädte, beim Flanieren entlang von Uferpromenaden oder beim Besuch von Sehenswürdigkeiten: Der Fußverkehr prägt die touristische Erfahrung maßgeblich.

Viele Städte und Regionen profitieren davon, wenn ihre Zentren gut zu Fuß erreichbar sind. Ansprechende Gehwege, öffentliche Plätze, Grünanlagen und verkehrsberuhigte Bereiche laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein. Dadurch entstehen positive Eindrücke, die einen Ort besonders erlebbar machen.

Fußgängerfreundliche Umgebungen fördern zudem spontane Entdeckungen: Kleine Geschäfte, Cafés, kulturelle Angebote oder versteckte Sehenswürdigkeiten werden eher wahrgenommen, wenn sich Menschen langsam und aufmerksam durch den Raum bewegen.

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Zu-Fuß-Gehen ist gut für die Wirtschaft

Auch wirtschaftlich spielt der Fußverkehr eine wichtige Rolle. Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, besuchen häufig lokale Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Dienstleister entlang ihrer Wege. Belebte Straßen und attraktive Fußgängerzonen können die Aufenthaltsqualität erhöhen und somit die lokale Wirtschaft stärken.

Zudem profitieren Unternehmen von gut erreichbaren Standorten. Sichere und komfortable Fußwege erleichtern der Kundschaft sowie Mitarbeitenden den Zugang zu Geschäften, Büros oder öffentlichen Einrichtungen.

Gut zu wissen: Die Studie “Wirtschaftsfaktor Gehen“ zeigt den hohen volkswirtschaftlichen Nutzen des Fußverkehrs. Das Alltagsgehen erreicht demnach eine Bruttowertschöpfung von 563,7 Millionen Euro, das Gehen und Wandern zusammen erreichen 3.296,5 Millionen Euro. Mehr erfahren

Fußverkehr ist der Schlüssel zu attraktiven Ortskernen und Innenstädten: Wirtschaft und Fußverkehr

Mit einem Fußverkehrskonzept das Zu-Fuß-Gehen stärken

Ein Fußverkehrskonzept bildet die Grundlage für Gemeinden und Städte, um den Fußverkehr zu fördern und zu stärken. Es betrachtet das gesamte Gemeindegebiet und legt konkrete Maßnahmen für die kurz-, mittel- und langfristige Verbesserung des Fußverkehrs fest. So entsteht ein klarer Handlungsplan, den die Gemeinde Schritt für Schritt umsetzen kann.

Nutzen Sie das Instrument zur Verbesserung des Fußverkehrs: Fußverkehr fördern

Den Fußverkehr von Anfang an mitdenken

Attraktive und sichere Fußwege entstehen nicht zufällig, sondern sind das Ergebnis vorausschauender Planung. Gemeinden können bereits im Rahmen der Raumplanung wichtige Voraussetzungen schaffen, indem sie Flächen für Wegeverbindungen sichern und kurze, direkte Wege zwischen Wohngebieten, Ortszentren und wichtigen Einrichtungen ermöglichen.

Lesen Sie mehr darüber, welche Instrumente der Raumordnung zur Verfügung stehen:  Raumordnung
 

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Ein breiter Gehweg durch eine Siedlung. Links und rechts ist der Weg begrünt - es scheint ein Innenhof zu sein. © BMIMI(BMK)/Stefan Mayerhofer Captif

Fußverkehr zählen und messen

Moderne Messmethoden zeigen, wie viele Menschen tatsächlich zu Fuß unterwegs sind.
Junges Paar mit Haube und Schal geht über eine Brücke, die über den Inn führt. Im Hintergrund Berge mit Schnee und Sonne © BMIMI/

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