Maßnahmen rund ums Schulumfeld
Ein gut gestaltetes Schulumfeld fördert Sicherheit, Bewegung und selbstständige Mobilität. Entdecken Sie Maßnahmen und Angebote zur Verbesserung des Schulumfelds.
In einem gut gestalteten, verkehrsberuhigten Schulumfeld erkennen Verkehrsteilnehmende intuitiv die dort geltenden Regeln. Bauliche Elemente können zusätzlich zu einer freiwilligen Geschwindigkeitsreduktion beitragen. Begrünte und verkehrsberuhigte Räume fördern das Radfahren und Gehen und erhöhen die Sicherheit für alle. Gemeinsam mit der Gemeinde lassen sich Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die zu einem sicheren und attraktiven Schulumfeld beitragen.
Schulstraße
Eine Schulstraße sperrt den Zugang für den Kfz-Verkehr temporär und öffnet die Straße für den Fuß- und Radverkehr. Schulstraßen können mittlerweile von der Gemeinde direkt und ohne Gutachten erlassen werden. Damit stellen sie eine schnelle Lösung im Bereich vor der Schule dar.
Mehr dazu: Schulstraße
Verkehrsberuhigung
Eine Verkehrsberuhigung, beispielsweise durch die Einführung von Tempo 30, einer Wohnstraße, einer Begegnungszone oder einer Fußgängerzone, erhöht die Sicherheit und verbessert die Aufenthaltsqualität im Umfeld von Bildungseinrichtungen. Weniger Pkw-Verkehr und eine Geschwindigkeitsreduktion erleichtern Kindern und Jugendlichen das Zu-Fuß-Gehen und Radfahren und stärken ihre selbstständige Mobilität. Welche Maßnahme die richtige ist, hängt maßgeblich von der jeweiligen Umgebung ab und ist gemeinsam mit der Gemeinde zu ermitteln.
Mehr zur Wohnstraße: Österreich zu Fuß
Parkraummanagement starten
Unter Parkraummanagement ist mehr zu verstehen, als Parkgebühren zu erheben und Parkverbote zu etablieren. Die Gemeinde und die Bildungseinrichtungen haben verschiedene Möglichkeiten, das Kfz-Aufkommen vor der Schule zu reduzieren und gezielte Maßnahmen zu setzen.
Wichtig sind unter anderem:
- klare Regelungen zu Parkdauer, Parkzonen und Nutzungszeiten
- Differenzierung nach Nutzer:innengruppen (z. B. Gäste, Mitarbeiter:innen, Einheimische)
- Vermeidung von Dauerparken an sensiblen oder zentralen Standorten
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Elternhaltestelle
Eine Elternhaltestelle wird einige hundert Meter vor der Schule eingerichtet, um Eltern die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder sicher abzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler legen den restlichen Weg zur Schule zu Fuß auf einer sicheren Strecke zurück. Dies entlastet die Verkehrssituation direkt vor der Schule und erhöht die Verkehrssicherheit in der Umgebung. Zusätzlich lernen die Kinder durch diesen kurzen Fußweg, sich selbstständig fortzubewegen. Die Elternhaltestelle wird häufig mit der Schulstraße kombiniert.
Mehr dazu: Elternhaltestelle
Trennung von Verkehrsflächen
Vor vielen Schulen befinden sich Parkplätze unmittelbar vor der Bildungseinrichtung. Oft fehlt dabei eine klare räumliche Trennung zwischen Gehweg, Radweg und den Flächen für den motorisierten Verkehr. Je nach Lage und den örtlichen Gegebenheiten sind die Verkehrsflächen unterschiedlich gestaltet; teilweise gibt es vor Schulen und Kindergärten keinen durchgehenden Gehsteig. Dadurch können unübersichtliche Situationen entstehen.
Eine wirksame Trennung der Verkehrsflächen muss dabei nicht mit hohen Kosten verbunden sein. Häufig kommen einfache Maßnahmen wie Poller, Absperrelemente oder Bodenmarkierungen zum Einsatz. Auch begrünte Pflanzentröge oder andere gestalterische Elemente können den Fußgängerbereich klar vom Park- und Fahrbereich abgrenzen und gleichzeitig die Umgebung aufwerten.
Das Beispiel des Kindergartens Völkendorfzeigt, dass bereits mit einfachen und kostengünstigen Mitteln eine deutliche Verbesserung der Sicherheit und Übersichtlichkeit erreicht werden kann.
In der Volksschüle Grödig setzte man auf flexible Poller, um die Farbahn vom Gehbereich zu trennen. Die Poller verhindern das halbseitige Parken auf dem Gehweg und erhöhen die Sicherheit auf dem Schulweg.
Geh- und Radwege ausbauen
Breite Gehwege, sichere Querungsstellen und barrierefreie Verbindungen erleichtern Kindern und Jugendlichen den Fußweg zur Bildungseinrichtung. Sichere und gut vernetzte Radverbindungen geben die Möglichkeit, auch mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Gemeinsam mit der Gemeinde können Verbesserungen identifiziert und schrittweise umgesetzt werden.
Gemeinden finden hier mehr Informationen:
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