Maßnahmen rund um den öffentlichen Verkehr
Gerade für längere Schulwege ist der öffentliche Verkehr für viele Kinder und Jugendliche oft unverzichtbar. Entdecken Sie Maßnahmen und Angebote, die den sicheren und selbstständigen Umgang mit dem ÖV fördern.
Mit zunehmendem Alter wird der öffentliche Verkehr für Kinder und Jugendliche immer wichtiger. Während manche bereits in der Volksschule erste Erfahrungen mit Bus und Bahn sammeln, nutzen viele den öffentlichen Verkehr regelmäßig ab der Sekundarstufe, wenn Schulwege länger werden und neue Wege selbstständig zurückgelegt werden. Der sichere Umgang mit Fahrplänen, Haltestellen, Umstiegen oder unerwarteten Situationen will jedoch gelernt sein.
Mit diesem Maßnahmenkoffer für den öffentlichen Verkehr fördern Sie die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen und unterstützen sie bei der Entwicklung wichtiger Fähigkeiten.
Legende
Schulweg üben
Mit dem Übergang zur Mittelschule bzw. ins Gymnasium werden Schulwege im Durchschnitt länger und die Schulkinder sind verstärkt auf Bus und Bahn angewiesen. Ein frühzeitiger Erwerb wichtiger Kenntnisse und Fähigkeiten ist essenziell. Im Rahmen von Unterrichtseinheiten und praxisnahen Übungen lernen die Kinder das richtige Verhalten an Haltestellen, in Bahnhöfen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Gleichzeitig werden sie mit dem Lesen und Verstehen von Fahrplänen, dem Auffinden von Haltestellen und Bahnhöfen sowie der Planung ihres Schulwegs vertraut gemacht.
Mehr dazu: Kinderleicht den Schulweg üben
Abfahrtzeiten sichtbar machen
Eine einfache und schnell umsetzbare Maßnahme ist das Aushängen von Informationen zum öffentlichen Verkehr inklusive aktueller Abfahrtszeiten. Dadurch werden die Kinder regelmäßig mit dem Thema Öffifahren konfrontiert. Steht im Eingangsbereich ein Bildschirm zur Verfügung, können diese auch digital dargestellt werden.
Bushaltestellen-Analyse
Bei dieser Aktivität lernen Schüler:innen, problematische Stellen an Bushaltestellen zu erkennen und zu benennen. Sie beobachten die Haltestellen vor Ort, dokumentieren den Ist-Zustand und formulieren Verbesserungsvorschläge aus ihrer Perspektive. Dabei setzen sie sich mit Aspekten wie Sicherheit, Zugänglichkeit und Aufenthaltsqualität auseinander.
Eine hilfreiche Grundlage bietet der Haltestellen-Test, der Teil des Unterrichtsimpulses zur Schulumfeld-Analyse ist. Mehr dazu: Schlau unterwegs, Seite 29
In Absprache mit der Gemeinde kann darüber hinaus eine Verbesserung der Haltestelle(n) in Betracht gezogen werden.
Anpassung der Buszeiten und Streckenführung
Bedarfsgerechte Fahrzeiten und eine auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen abgestimmte Streckenführung erleichtern die selbstständige Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Kurze Wartezeiten, verlässliche Anschlüsse und eine gute Erreichbarkeit der Bildungseinrichtungen machen den Schulweg attraktiver und komfortabler. Voraussetzung dafür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Verkehrsunternehmen und regionalen Mobilitätszentralen.
Wo bestehende Verbindungen den Bedarf nicht ausreichend abdecken, können zusätzliche Angebote die Erreichbarkeit verbessern. Gerade in ländlichen Regionen können flexible Bedarfsverkehre eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Linienverkehr darstellen. Davon profitieren häufig nicht nur Schüler:innen, sondern auch andere Bevölkerungsgruppen, etwa ältere Menschen.
ÖV-Beratung für Eltern und Lehrkräfte
Mobilitätszentralen dienen als Informationsschnittstelle zwischen Privatpersonen, Betrieben und Institutionen und bieten vielfältige Serviceleistungen. Eltern und Pädgaog:innen können sich dort für die Planung von Ausflügen mit dem ÖV informieren lassen.
Mehr dazu:
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Ihre Schule hat gute Erfahrungen mit einer Maßnahme gemacht? Teilen Sie Ihr Praxisbeispiel mit uns, damit andere davon lernen können. Wir freuen uns auch über weitere Ideen.