Maßnahme des Monats Mai
Transporträder im Betrieb
Ob für Lieferungen, Servicefahrten oder Materialtransporte: Transporträder sind für viele Betriebe eine flexible und kostengünstige Alternative zum klassischen Nutzfahrzeug. Besonders auf kurzen und mittleren Strecken können sie betriebliche Mobilität effizienter und klimafreundlicher gestalten.
Sind Transporträder die besseren Nutzfahrzeuge?
Mit Transporträdern, auch bekannt als Lastenrad, können Betriebe von Werkzeugkoffern über gekühlte Waren bis hin zu schweren Lasten beinahe alles befördern. Und Dank elektrischer Unterstützung ist das für Mitarbeitende ohne große körperliche Anstrengung möglich. Dabei sind sie deutlich günstiger, flexibler und insbesondere im städtischen Verkehr oftmals schneller als Transportfahrzeuge.
Wenngleich das Transportrad Nutzfahrzeuge nicht in jedem Unternehmen ersetzen kann, stellt es häufig eine sinnvolle Ergänzung dar und kann die Flexibilität des Betriebs deutlich erhöhen. Da für eine Fahrt mit dem Transportrad kein Führerschein erforderlich ist, eignet es sich beispielsweise hervorragend als eigenständiges Transportmittel für Lehrlinge.
Günstiger als Nutzfahrzeuge
Sowohl in der Anschaffung als auch während der Nutzung sind sie deutlich günstiger. Auch die Kosten für die Instandhaltung (Wartung und Reparatur) fallen niedriger aus. Gerade in Zeiten steigender Spritpreise ermöglichen Transporträder eine bessere Planbarkeit der Mobilitätskosten. Die Einkaufspreise variieren je nach Modell, Ausstattung und Anbieter stark. Deshalb sollte das Einsatzgebiet des Transportrads vor dem Kauf genau definiert werden. So kann ein Modell mit den größtmöglichen ökonomischen Vorteilen für das Unternehmen angeschafft werden.
Schnell und flexibel – insbesondere in der Stadt
Im Vergleich zu Nutzfahrzeugen haben Transporträder einige Vorteile, die sie besonders schnell machen. Während die Parkplatzsuche mit Transportern häufig herausfordernd ist, kann ein Transportrad deutlich flexibler geparkt werden. Das reduziert die Fahrzeit und ermöglicht das Abstellen direkt an der Zieladresse. Mit vielen Modellen können Staus und zäher Verkehr umfahren werden, indem Fahrradwege und Radstreifen genutzt werden. Das kann vor allem zu Stoßzeiten die Fahrzeit drastisch verringern.
Gut für die Gesundheit
Transporträder bringen aber noch weitere Vorteile mit sich: Die Mitarbeitenden profitieren gesundheitlich von der zusätzlichen Bewegung im Arbeitsalltag. Eine Reduktion der durchschnittlichen Anzahl an Krankenstandstagen kommt wiederum dem Betrieb zugute. Darüber hinaus reduziert der Einsatz von Transporträdern anstelle von Nutzfahrzeugen klimaschädliche Treibhausgasemissionen und unterstützt Unternehmen so bei der Erreichung ihrer Klimaziele.
Hinweis: Eine Schulung im Umgang mit dem Transportrad wird dringend empfohlen und kann einer unsachgemäßen Verwendung vorbeugen. Dazu zählt eine Einweisung, auf welchen Straßen oder Wegen das Transportrad verwendet werden darf, wo es abgestellt werden kann und wie es vor Diebstählen geschützt wird.
Wo macht ein Transportrad Sinn?
Transporträder sind so vielseitig wie die Unternehmen, die sie nutzen: von Ein-Personen-Unternehmen, die regelmäßig Kund:innen besuchen, über Konzerne, die Infrastruktur instand halten, bis hin zu Paketzustellern. Wenn Reichweite und Transportvolumen ausreichen, können sie eine sinnvolle Lösung sein.
Besonders geeignet sind sie für Betriebe mit kurzen bis mittellangen, planbaren Wegen und überschaubaren Transportmengen. Dazu zählen unter anderem folgende Einsatzgebiete:
Urbane Logistik und Zustellung
Transporträder eignen sich besonders für die sogenannte „letzte Meile” und werden häufig für Botendienste, kleine Lieferungen und regelmäßige Touren im Stadtgebiet eingesetzt. Folgende Branchen profitieren von Transporträdern: Kurier-, Express- und Paketdienste, Apotheken, Pharmalogistik, Bäckereien, Floristik und lokale Lebensmittelzustellung.
Technischer Service und Kleinreparaturen
Transporträder können beispielsweise für Servicetermine mit Werkzeug, Ersatzteilen und kompaktem Equipment in den folgenden Branchen eingesetzt werden: IT- und Telekommunikationsservice, Elektroservice, Gebäudetechnik, Installateure, Schlüsseldienste, Sicherheitstechnik und Haushaltsgeräte-Service.
Gebäude-, Objekt- und Standortbetreuung
Transporträder können in folgenden Branchen für Fahrten zwischen Objekten, für Kontrollgänge, den Transport von Verbrauchsmaterial und für kleinere Reparaturen eingesetzt werden: Facility Management, Rauchfangkehrung, Hausbetreuung, Gebäudereinigung, Wohnungswirtschaft und Schädlingsbekämpfung.
Kommunale und soziale Dienste
Transporträder eignen sich beispielsweise für Kontroll- und Versorgungsfahrten, kleinere Materialtransporte und lokale Routendienste in folgenden Branchen: Grünflächenpflege, Stadtreinigung, Friedhofsverwaltung, soziale Träger, mobile Pflegedienste und „Essen auf Rädern”.
Kultur, Event und kleinteilige Gewerbedienstleistungen
Transporträder können beispielsweise für Nachlieferungen, den Transport von Kleintechnik und Unterlagen sowie für kleinere Event- oder Cateringfahrten in folgenden Branchen eingesetzt werden: Veranstaltungstechnik, Fotografie, Messe- und Eventservice, Catering, Büro- und Archivservices;
Tipp: Ob ein Transportrad auf einer Strecke genutzt werden kann, ist häufig wetterabhängig – sowohl bei Regen, extremer Kälte oder starker Hitze möchten Mitarbeiter:innen möglicherweise andere Transportmittel nutzen. Die Zurverfügungstellung witterungsfester Ausrüstung und Bekleidung kann zu einer häufigeren Nutzung des Transportrads beitragen.
Welche Transportradmodelle gibt es?
Transporträder unterscheiden sich nach Größe, Transportvolumen, Tragfähigkeit, Positionierung der Transportbox oder -fläche, ob sie ein- oder zweispurig sind und über einen elektrischen Antrieb verfügen. Je nach Einsatzgebiet eignen sich unterschiedliche Typen und Modelle.
Wir geben Ihnen hier eine Übersicht, worauf Sie beim Kauf achten müssen: Transporträder im Betrieb etablieren
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