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Maßnahme des Monats Juli

Fahrgemeinschaften im Betrieb fördern

Fahrgemeinschaften bieten eine einfache Möglichkeit, Arbeitswege effizienter und klimafreundlicher zu gestalten. Unternehmen können mit gezielten Maßnahmen die gemeinsame Anreise erleichtern und damit Pendelkosten, Parkplatzdruck und Treibhausgasemissionen reduzieren.

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Gemeinsam ans Ziel: Parkplätze entlasten, Kosten senken

Wenn die Anbindung an den öffentlichen Verkehr schlecht ist und der Unternehmensstandort nicht gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar ist, bleibt der Pkw für viele Mitarbeitende ein wichtiger Teil des Arbeitswegs. Dabei sitzen häufig nur einzelne Personen im Auto. Das erhöht die Pendelkosten und führt bei vielen Unternehmen zu einem hohen Parkplatzdruck.

Fahrgemeinschaften können hier eine einfache und wirksame Lösung bieten. Wenn mehr Mitarbeitende gemeinsam zur Arbeit fahren, werden vorhandene Fahrzeuge besser genutzt, Parkplätze entlastet und Kosten geteilt. Unternehmen können ihre Mitarbeitenden mit einfachen organisatorischen Maßnahmen, digitalen Lösungen und passenden Anreizen dabei unterstützen, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Wie Unternehmen Fahrgemeinschaften am Weg zur Arbeit fördern

Gemeinsam zurückgelegte Arbeitswege sparen Kosten, reduzieren Emissionen und stärken den Austausch unter Mitarbeitenden. Mit den folgenden Maßnahmen können Unternehmen ihre Mitarbeitenden unkompliziert bei der Bildung von Fahrgemeinschaften unterstützen. 

Die Mitfahrbank

Die Mitfahrbank ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, um Fahrgemeinschaften zu fördern. Ähnlich wie an einer Bushaltestelle können Mitarbeitende an einem festgelegten Ort auf Mitfahrgelegenheiten warten. Mitarbeitende, die in eine ähnliche Richtung fahren, nehmen die wartenden Kolleginnen und Kollegen mit. Die Mitfahrbank sollte eine überdachte Sitzbank mit Rück- und Seitenwänden sein, die bei jedem Wetter komfortabel genutzt werden kann.

Diese Maßnahme ist besonders gut geeignet für größere Unternehmen mit vielen Mitarbeitenden, bei denen sich die Arbeitswege überschneiden. Bei Bedarf können für verschiedene Fahrtrichtungen mehrere Mitfahrbänke aufgestellt werden. Eine Mitfahrbank sollte gut erreichbar und deutlich beschildert sein. Besonders wichtig ist auch eine aktive Kommunikation.

Digitale Vernetzung und Mitfahrbörsen

Mithilfe einer Website, App oder internen Plattform können sich Mitarbeitende leichter zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen. Fahrer:innen tragen dort ihre Fahrten, Routen und freien Sitzplätze ein. Mitfahrende suchen sich dann passende Angebote und melden sich für Fahrten an. Das erleichtert die Kommunikation und macht den Arbeitsweg planbar.

Unternehmen können fertige Apps nutzen oder bestehende interne Systeme einsetzen. Eine digitale Lösung ist besonders bei großen Unternehmen, mehreren Standorten und im Schichtbetrieb hilfreich. Buchungssysteme und Mitfahrbörsen können außerdem für eine Auswertung eingesparter Pkw-Kilometer und Treibhausgasemissionen genutzt werden.

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Fahrgemeinschaften planen und kommunizieren

Damit Fahrgemeinschaften im Arbeitsalltag funktionieren und Angebote genutzt werden, braucht es eine gute Vorbereitung und Kommunikation der Maßnahmen. Vorteile sollten aufgezeigt werden und Führungskräfte als Vorbilder agieren. Anreize und Belohnungen können Mitarbeitende zusätzlich motivieren.

Bedarf und Potenzial erheben

Vor der Umsetzung sollte das Potenzial für Fahrgemeinschaften eingeschätzt werden. Unternehmen können zum Beispiel prüfen:

  • Wie viele Mitarbeitende reisen mit dem Pkw an?
  • Aus welchen Regionen pendeln Mitarbeitende zum Standort?
  • Überschneiden sich Arbeitswege und Arbeitszeiten?
  • Gibt es Schichtzeiten, bei denen Fahrgemeinschaften besonders hilfreich wären?

Eine Mobilitätsbefragung im Betrieb kann helfen, diese Fragen strukturiert zu beantworten. So lassen sich Maßnahmen zielgerichtet planen und auf den Standort abstimmen.

Kommunikation und Bewusstseinsbildung

Unternehmen müssen neue Maßnahmen offen und transparent bewerben, um Mitarbeitende über Angebote zu informieren. Argumente für eine Nutzung von Fahrgemeinschaften sollten auf die Mitarbeitenden zugeschnitten sein und Vorteile müssen klar und verständlich kommuniziert werden.

Wirksame Kommunikationsmaßnahmen sind zum Beispiel:

  • Kurze Informationen im Newsletter oder Intranet
  • Plakate mit konkreten Vorteilen
  • Beschilderung für reservierte Parkplätze
  • Hinweise bei Eingängen, Parkplätzen und Aufenthaltsbereichen
  • Kurze Workshops
  • Persönliche Ansprache durch Vorgesetzte oder Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsbeauftragte

Wenn eine digitale Plattform eingesetzt wird, ist eine kurze Einführung empfehlenswert. Im Rahmen eines Workshops erlernen Mitarbeitende Funktionen und erhalten Tipps für die Nutzung.

Anreize schaffen

Anreize zum Ausprobieren können später in dauerhafte Lösungen übergehen. Einige Apps bieten beispielsweise eigene Prämien wie Gutscheine oder Ermäßigungen an, die durch individuelle Belohnungen des Unternehmens ergänzt werden können. Ein paar Beispiele für attraktive Anreize sind:

  • Reservierte Parkplätze für Fahrgemeinschaften nahe beim Gebäudeeingang
  • Gutscheine für die Kantine, ein Restaurant in der Nähe oder Freizeitangebote in der Region
  • Frühstückssackerl für gemeinsam anreisende Mitarbeitende
  • Zusätzliche Urlaubstage oder Zeitgutschriften
  • Kostenersatz für Fahrer:innen von Fahrgemeinschaften

Wenn Unternehmen einen Kostenersatz oder andere finanzielle Vorteile bieten, sollten steuerliche Fragen im Vorfeld geklärt werden. Eine Abstimmung mit der Steuerberatung und eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber:in und Mitarbeitenden werden empfohlen.

Führungskräfte als Vorbilder

Führungskräfte haben mit ihrem eigenen Mobilitätsverhalten eine wichtige Vorbildfunktion. Wenn Vorgesetzte Fahrgemeinschaften nutzen oder aktiv unterstützen, erhöht das die Sichtbarkeit und Akzeptanz der Maßnahme. So können Mitarbeitende zusätzlich motiviert werden.

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Maßnahme des Monats Juli

Juli: Fahrgemeinschaften im Betrieb fördern

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Die elektrischen Kleinbusse von Welser Profile stehen vor dem Betriebsgebäude. © Welser Profile
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