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Maßnahme des Monats April

Zu Fuß gehen im Unternehmensalltag als betriebliche Gesundheitsförderung

Das Zu-Fuß-Gehen ist die einfachste Form der Mobilität und wird oft vernachlässigt. Dabei lässt sich das Gehen unkompliziert in Arbeitswege und den Berufsalltag integrieren. Unternehmen können mit gezielten Maßnahmen Anreize schaffen und damit Gesundheit, Klimaschutz und die Attraktivität als Betrieb fördern.

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Warum das Zu-Fuß-Gehen fördern?

Im Rahmen von Nachhaltigkeitsstrategien und Employer Branding berücksichtigen immer mehr Unternehmen die Mobilität ihrer Mitarbeitenden. Es werden Jobtickets angeboten, Jobräder zur Verfügung gestellt und Fuhrparks elektrifiziert. Dabei wird die alltäglichste Form der Fortbewegung, das Zu-Fuß-Gehen, jedoch selten berücksichtigt. Dabei sind die Vorteile vielfältig und eine Integration in den Arbeitsweg und den Arbeitsalltag unkompliziert.

Durch kostengünstige und niederschwellige Maßnahmen und Angebote können Unternehmen ihre Mitarbeitenden dabei unterstützen und dazu motivieren, mehr Wege zu Fuß zurückzulegen. Dadurch fördern Betriebe die Gesundheit ihrer Belegschaft, können die Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag steigern, einen Beitrag zu Nachhaltigkeitszielen leisten und sich als attraktive und moderne Arbeitgeber:innen positionieren.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Das Zu-Fuß-Gehen lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren, steigert die Aktivität und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur körperlichen Gesundheit. Aktive Mobilität reduziert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wird außerdem mit einer erhöhten Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag assoziiert.

Walking and cycling: latest evidence to support policy-making and practice: unece.org

Emissionsfrei unterwegs

Das Zu-Fuß-Gehen bietet zusätzlich ökologische Vorteile und kann Unternehmen bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Im Vergleich zu anderen Formen der Fortbewegung erzeugen Fußwege keine Treibhausgasemissionen und können zu einer Verbesserung der betrieblichen THG-Bilanz beitragen. Auch die Herstellung entsprechender Infrastruktur fällt aufgrund des niedrigeren Platzbedarfs sowie der längeren Nutzungsdauer nachhaltiger aus und kann durch eine naturnahe Gestaltung klimafreundlicher errichtet werden.

Multimodal und kostengünstig

Die Instandhaltung von Infrastruktur für das Zu-Fuß-Gehen ist günstiger als für Fahrzeuge. Durch eine verstärkte Kombination und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit dem Zu-Fuß-Gehen können teure Pkw-Parkplätze reduziert und aktiv Kosten gespart werden.

© BMIMI/BMLUK/BMWET

Tipp: Diese und weitere Infografiken können lizenz- und kostenfrei verwendet werden. Nutzen Sie die Grafiken zum Beispiel für Aussendungen an die Mitarbeitenden. 
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Wie Unternehmen das Zu-Fuß-Gehen fördern

Unternehmen stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, das Zu-Fuß-Gehen zu fördern und die Mitarbeitenden zu mehr Fußwegen zu motivieren:

Zu-Fuß-Gehen am Weg zur Arbeit

Bereits bei der Wahl des Betriebsstandortes können die besten Voraussetzungen geschaffen werden. Eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, ein Anschluss an das kommunale Fußwegenetz sowie attraktive Gehwege fördern die Anreise zu Fuß ganz von allein. Liegt die nächstgelegene Haltestelle in fußläufiger Entfernung und ist der Fußweg zum Betriebsstandort sicher und bequem, können Mitarbeitende das Zu-Fuß-Gehen leicht in ihren Arbeitsweg integrieren. Bei neuen und bestehenden Standorten kann eine Verbesserung der fußläufigen Erreichbarkeit des Unternehmens bei der zuständigen Gemeinde angeregt und in Kooperation mit dieser umgesetzt werden.

Tipp: Das Jobticket unterstützt Mitarbeitende bei einer öffentlichen Anreise und kann unter den richtigen Rahmenbedingungen auch das Zu-Fuß-Gehen am Weg zur Arbeit fördern. Jobticket

Gehen im Arbeitsalltag

Nicht nur am Arbeitsweg sondern auch im Arbeitsalltag kann das Zu-Fuß-Gehen integriert werden. Mitarbeitende können sogenannte Geh-Pausen für kurze Spaziergänge am Betriebsgelände oder in der nahen Umgebung des Unternehmens nutzen. Arbeitgeber:innen können Mitarbeitenden, die spazieren gehen, verlängerte Pausenzeiten gewähren. Doch auch während der Arbeitszeit kann das Zu-Fuß-Gehen gefördert werden: Halten Sie zum Beispiel Einzelgespräche und Meetings in Kleingruppen im Gehen ab. Das fördert auch die Kreativität und Konzentration. Eine Anleitung finden Sie bei Österreich zu Fuß: Anleitung Walk & Talk

Aktionen und Kampagnen

Kleine Aktionen können einen ersten Anreiz schaffen, der langfristig nachwirkt. Rufen Sie beispielsweise zu einer unternehmensweiten Schritte-Challenge auf, bei der die Mitarbeitenden Schritte sammeln, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Mithilfe von Schrittzählern auf dem Handy oder einem Schritt-Tagebuch können die Mitarbeitenden unkompliziert teilnehmen: Anleitung Schritte-Challenge

Vorbildwirkung

Wie bei vielen Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements kommt auch hier der Geschäftsführung und den Teamleiter:innen eine Vorbildrolle zu. Wenn Vorgesetzte zu Fuß zur Arbeit kommen und ihre Pausen für Spaziergänge nutzen, können sie ihre Mitarbeitenden leichter zu einem aktiveren Arbeitsalltag motivieren.

Kostenfreie Materialien

Die Initiative „Österreich zu Fuß“ stellt Unternehmen verschiedene Materialien zur Verfügung, die sie bei der Förderung des Zu-Fuß-Gehens unterstützen. Die Geh-Pakete für Unternehmen helfen dabei, Mitarbeitende öfter für den Fußweg zu begeistern, und enthalten Tipps zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen: Österreich zu Fuß

Aus der Praxis: Wie die AMAG Bewegung fördert

Die AMAG Austria Metall AG zeigt, wie Gehen am großen Werksstandort systematisch mitgedacht wird. Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem der Ausbau eines Gehwegenetzes und die Schaffung sicherer und attraktiver Wege am Betriebsgelände. Mitarbeitende wurden in die Planung miteinbezogen und es wurden Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung gesetzt. Besonders hervorzuheben ist die Errichtung einer Geh- und Radbrücke, die eine Überquerung der Bundesstraße B156 ermöglicht. Gleichzeitig bietet die Brücke Zugang zum unternehmenseigenen Waldstück, das mit einem Naturlehrpfad als Aufenthalts- und Erholungsraum dient und von Mitarbeitenden für Spaziergänge in ihren Pausen genutzt wird. Weiterlesen

© AMAG
Fuß- und Radbrücke der AMAG

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Das klimaaktiv mobil Förder- und Beratungsprogramm "Mobilitätsmanagement für Betriebe, Bauträger und Flottenbetreiber" (HERRY Consult) berät Sie kostenlos zu umweltfreundlichen Mobilitätsmaßnahmen. Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Nehmen Sie gleich Kontakt mit uns auf:

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hohe Fahrradständer und verschiedene Fahrräder, die daran hängen. Eins der circa 10 Räder hat einen Kindersitz drauf. Der Radständer ist entlang einer orangenen Gebäudewand aufgestellt. © Luiza Puiu

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Das Jobrad ist für Arbeits- wie auch Freizeitwege ideal - sparen Sie Platz und Kosten.
Eine Frau und ein Mann schauen in Kamera, halten Fahrradschlauch und reparieren Fahrrad © Raiffeisenverband Salzburg
Maßnahme des Monats März

März: Fahrradfit in den Frühling

Mit Service und Reparatur Fahrräder für den Arbeitsweg herrichten.