Mehr Platz und Sicherheit vor Wiens Volksschulen: Was sich seit 2021 verändert hat
Wie haben sich die Schulvorplätze vor Wiens Volksschulen in den letzten Jahren verändert? Die neue Evaluierung zeigt, wo mehr Platz, mehr Sicherheit und mehr kindgerechter Raum entstanden ist.
Deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität vor Wiens Volksschulen
Kinder sollen ihren Schulweg sicher und möglichst selbstständig bewältigen können. Daher setzt die Stadt Wien seit vielen Jahren konsequent Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität im Umfeld von Volksschulen. Die Zahl der Standorte mit autofreien und begrünten Vorplätzen, Schulstraßen sowie Anbindungen an das Radwegenetz steigt kontinuierlich.
Was wurde untersucht?
Hauptkriterien der Evaluation:
• Flächenverhältnis: Die Größe der Schulvorplatzflächen wurde erhoben und ins Verhältnis zur Anzahl der Schüler:innen am jeweiligen Standort gesetzt.
• Qualität der Aufenthaltsbereiche: Der Schulvorplatz wurde anhand verschiedener Schulvorplatz-Typen bewertet – diese reichen vom einfachen oder erweiterten Gehsteig bis hin zu autofreien Vorplätzen, die in Parkanlagen oder Fußgängerzonen eingebettet sind.
• Verkehrssituation: Die Verkehrssituation vor den Wiener Volksschulen wurde analysiert und anhand der Kfz-Geschwindigkeiten sowie der jeweiligen Verkehrsorganisation beurteilt.
Ein Drittel aller Wiener Schulvorplätze autofrei
Insgesamt zeigt sich, dass sich die Qualität der mehr als 250 Schulvorplätze vor Wiener Volksschulen innerhalb weniger Jahre deutlich verbessert hat.
Gestaltungsmaßnahmen: Seit 2022 hat die Stadt 21 Schulvorplätze umgestaltet und 13 komplett neu errichtet. Bei den neu errichteten Schulvorplätzen sind acht komplett Kfz-frei.
Autofreie Schulvorplätze: An 93 Standorten ist der Schulvorplatz Kfz-frei. In allen verkehrlichen Kriterien – Kfz-freie Schulvorplätze, Schulvorplätze in Fußgängerzonen, Schulvorplätze mit Fahrverboten, von denen Anrainer:innen ausgenommen sind, sowie Schulvorplätze mit Parkstreifen zwischen Schulvorplatz und Fahrbahn – zeigen sich klare Verbesserungen gegenüber 2021.
Mehr Platz: Die durchschnittliche Fläche eines Schulvorplatzes ist im Vergleich zu 2021 um 20 Prozent gestiegen. Einzig die durchschnittliche Fläche pro Kind und Schulvorplatz ist im selben Zeitraum geringfügig gesunken, was auf die erhöhte Schülerzahl (knapp 10.000 Kinder mehr) zurückzuführen ist.
Deutlich bessere Radinfrastruktur: Besonders deutlich sind die Fortschritte beim Anschluss an das Radwegenetz. Heute verfügen 93 Schulvorplätze über eine Anbindung an kinderfreundliche Radinfrastruktur – das sind 28 mehr als in den Jahren 2021/22.
Zwischen 2021 und 2025 wurden insgesamt 142 Schulen neu an Radwege und Fahrradstraßen angeschlossen.
Diese Umgestaltungen erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern schaffen auch attraktive Orte, an denen Kinder und Begleitpersonen gerne verweilen, spielen und sich austauschen.
Aus der Praxis: VS Pfeilgasse
Ein besonders gelungenes Beispiel ist die Umgestaltung der Volksschule Pfeilgasse im Wiener Bezirk Josefstadt. Der umgestaltete Bereich umfasst den ehemaligen Parkplatz für Pädagog:innen, den Lisette-Model-Platz und den dazwischenliegenden Straßenraum zur Pfeilgasse.
Anstelle der früheren Autoparkplätze befinden sich dort heute fünfzehn farbenfrohe Sitz-Hüpf-Hocker und über 50 verschiedene Sitzgelegenheiten. Zudem wurden sechs neue Grünflächen mit Blumenbeeten angelegt sowie neun schattenspendende Platanen und einige Großsträucher gepflanzt. Kinder und Pädagog:innen finden nun auch genug Abstellplätze für Fahrräder und Tretroller. Der gepflasterte und niveaugleiche Bodenbelag mit taktilem Leitsystem erhöht die Barrierefreiheit. Ein Wasserspiel mit Bodenfontänen und Nebeldüsen sorgt im Sommer für Abkühlung, und ein neuer Trinkbrunnen spendet Trinkwasser.