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EcoDriving: Einfache Tipps, um Kosten beim Tanken zu sparen

Das Tanken wird teurer und damit auch jeder Kilometer im Auto, egal ob Verbrenner oder Elektroauto. Umso wichtiger ist eine Fahrweise, die effizient mit Benzin, Diesel und Strom umgeht. Genau hier setzt die EcoDriving Fahrweise an: Schon kleine Veränderungen beim Beschleunigen, der Fahrgeschwindigkeit oder beim Bremsen können den Treibstoffverbrauch bzw. Strombedarf senken. Wer bewusst fährt, kann schnell 10 bis 15 % Energie und Kosten sparen. Das schont nicht nur die Geldbörse, sondern leistet gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

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Das erwartet Sie

Fahrweise

Durch vorausschauendes, gleichmäßiges Fahren lassen sich Sprit- oder Stromverbrauch deutlich senken. 

Geschwindigkeit

Wer statt 130 km/h nur 100 km/h fährt, spart bei Benzin- und Dieselautos bis zu 2 l Sprit pro 100 km und erhöht bei Elektroautos die Reichweite um etwa 20 bis 30 %.

Technik

Richtiger Reifendruck, früh hochschalten, Rekuperation nutzen und Eco-Modus aktivieren – das alles hilft, Verbrauch, Emissionen und Verschleiß zu reduzieren.

Vermeiden

Rund 40 % aller Autofahrten sind kürzer als 5 km – Strecken, die häufig auch zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffis zurückgelegt werden können.

Was ist EcoDriving? Grundprinzipien des energiesparenden Fahrens

EcoDriving steht für intelligentes und effizientes Fahren und ist der einfachste und kostengünstigste Weg, um den Energieverbrauch sofort und spürbar zu reduzieren, ohne auf den Pkw zu verzichten. Es beschreibt eine Fahrweise, die wirtschaftlich, umweltschonend und zugleich sicher ist. EcoDriving erfordert keine Investitionskosten oder grundlegendere Verhaltensänderungen, ist sofort umsetzbar und von allen überall anwendbar.

EcoDriving ist auch Teil der Führerscheinausbildung. In der 2. Perfektionsfahrt im Rahmen der Zwei-Phasen-Ausbildung wird die wirtschaftliche Fahrweise vermittelt. Der  Infofolder von klimaaktiv mobil unterstützt dabei. Für alle, deren Führerscheinausbildung schon weiter zurück liegt, dient der Folder als gute Auffrischung.

Gut zu wissen: Die energiesparendste Form der Fortbewegung ist die ohne Auto. Gerade auf kurzen Strecken sind öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder das Zu-Fuß-Gehen ideale Alternativen zum eigenen Auto. Tatsächlich sind rund 40 % aller Autofahrten kürzer als 5 km – Distanzen, die sich häufig auch ohne Auto bewältigen lassen. Und bei längeren Strecken helfen die Angebote von Bus und Bahn, Geld zu sparen, Stress zu vermeiden und Emissionen zu reduzieren.

Die 6 wichtigsten Tipps zum Strom- und Spritsparen beim Autofahren 

Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, helfen einige Empfehlungen für energiesparendes Fahrens, Ihre Kosten für Sprit oder Energie zu reduzieren. 

Grundprinzip: Wenn wir mit dem Fahrrad unterwegs sind, sind wir von Natur aus EcoDriver:innen. Niemand käme auf die Idee, beim Grün-Werden der Ampel immer los zu sprinten, um dann bei der nächsten roten Ampel aprubt abzubremsen und das Spiel wieder von vorne zu beginnen. Am Rad merken wir auch, dass ab einer gewissen Geschwindigkeit das Treten immer anstrengender wird und der Windwiderstand spürbar wird. Beim Pkw gelten die gleichen physikalischen Regeln - mit dem Unterschied, dass in diesem Fall 1400 Kilogramm und mehr in Bewegung gesetzt bzw. wieder gebremst werden. Und die größer Fahrzeugfront mehr Fläche für den Windwiderstand bedeutet.
EcoDriving in einem Satz bedeutet , den Schwung optimal zu nutzen und hohe Geschwindigkeiten vermeiden.

 

Die folgenden Tipps gelten für alle Fahrzeugtypen unabhängig von der Antriebsart.

  1. Anzeige des aktuellen Verbrauchs: Nutzen Sie die Anzeige des Bordcomputers für den aktuellen Treibstoff- bzw. Energieverbrauch als Ihr Feedback. Sie sehen dann unmittelbar, wie sparsam Sie gerade unterwegs sind. Aussagekräftig sind auch die Durchschnittswerte für die jeweilige Fahrt, vor allem wenn Sie immer wieder gleiche Strecken fahren.

  2. Vorausschauend fahren: Fahren Sie vorausschauend und flüssig! Wenn Sie genug Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten, sind Sie sicherer unterwegs und können Geschwindigkeitsunterschiede ohne starke Brems- und Beschleunigungsmanöver ausgleichen.

  3. Gleichmäßig fahren und Schwung nutzen: Vermeiden Sie unnötig starkes Beschleunigen und nutzen Sie den Schwung! Häufiges starkes Beschleunigen und abruptes Bremsen lassen den Spritverbrauch in die Höhe schnellen und beschleunigen den Verschleiß. Beim „Rollenlassen“ des Fahrzeugs wird der aufgebaute Schwung optimal genutzt – das verringert Energieverbrauch und Verschleiß.

  4. Geschwindigkeit reduzieren: Vermeiden Sie hohe Geschwindigkeiten! Hohes Tempo treibt den Sprit- beziehungsweise Stromverbrauch stark in die Höhe und führt nur zu einer vergleichsweise geringen – oftmals überschätzten – Fahrzeitersparnis. Eine Fahrgeschwindigkeit von 100 km/h statt 130 km/h spart bei Diesel- und Benzin-Pkws bis zu 2 l Sprit auf 100 km und erhöht bei E-Autos die Reichweite um 20 bis 30 %. Der ÖAMTC hat dazu Praxistests durchgeführt:Sparen ist angesagt zu Tempo 130 und Tempo 100 auf der Autobahn undE-Auto-Reichweite: Welche Rolle der Fahrstil spielt.

  5. Reifendruck regelmäßig prüfen: Kontrollieren Sie den Reifendruck mindestens monatlich! Beachten Sie dabei die Empfehlung des Fahrzeugherstellers (siehe Aufkleber am Fahrzeug beziehungsweise Betriebsanleitung). Ein um nur 0,5 bar zu niedriger Druck erhöht den Verbrauch um 5 %!

  6. Energiesparen beginnt beim Autokauf: Wählen Sie beim Kauf eines neuen Autos ein Fahrzeug mit geringem Normverbrauch. Die effizientesten Fahrzeuge finden Sie auf der Informationsplattform autoverbrauch.at und in unserer Produktdatenbank Topprodukte/Pkw.

Sprit sparen mit Benzin- und Dieselautos: die wichtigsten Tipps für Verbrennungsmotoren

Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und vor allem solchen mit Schaltgetrieben hat die richtige Gangwahl einen besonders großen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch.

Richtig schalten!

Beschleunigen Sie im ersten Gang nur einige Meter weit und schalten Sie dann gleich in den nächsten Gang. Ab 50 bis 70 km/h kann meist schon der höchste Gang eingelegt werden. Das Automatikgetriebe kann es am besten. Niedrige Motordrehzahl – hoher Gang! Moderne Motoren sind auf niedertouriges Fahren ausgelegt. Schon bei rund 2.000 U/min in den höheren Gang zu schalten hilft, Sprit zu sparen und Abgase sowie Lärm zu reduzieren. Den geringsten Verbrauch haben die meisten Autos bei rund 70 km/h im höchsten Gang.

Schubabschaltung nutzen! 

Beim Fahren mit Motorbremsung wird bei modernen Motoren kein Benzin beziehungsweise Diesel zugeführt, wenn der Fuß ganz vom Gaspedal genommen wird. Bergabfahrten und Bremsphasen können Sie so zu einem Teil verbrauchs- und abgasfrei bewältigen.

Stopps nutzen, um Motor auszuschalten

Nutzen Sie Start-Stopp-Automatik, das spart Treibstoff! Wenn Ihr Fahrzeug keine Start-Stopp-Automatik hat, können Sie den Motor bei einem voraussichtlichen Stopp von über 20 Sekunden abstellen. Nutzen Sie zudem die Verbrauchsanzeige. Die laufende Info über den Treibstoffverbrauch ist die beste Motivation für EcoDriving!

Stromverbrauch senken bei Hybrid- und Elektroautos: Tipps für effizientes Fahren

Hybrid- und insbesondere reine Elektrofahrzeuge arbeiten von Haus aus effizienter als Verbrenner. Dennoch lassen sich auch hier durch eine angepasste Fahrweise zusätzliche Energie sparen und die Reichweite erhöhen. Besonders wichtig sind dabei Funktionen wie Rekuperation, Eco-Modus und effiziente Klimatisierung.

Eco-Fahrmodus

Wählen Sie den Eco-Fahrmodus. Sie optimieren dadurch den Energieverbrauch und die Reichweite Ihres E- oder Hybrid-Autos.

Rekuperation 

Nutzen Sie die Rekuperation richtig! Bei Hybrid- und E-Fahrzeugen können durch die Rekuperation bis zu 40 % der Bremsenergie zurückgewonnen werden. Mittels Rekuperation kann die Geschwindigkeit etwa bei Bergabfahrten oder bei der Annäherung an eine Kreuzung optimal verringert werden. Aber Achtung: Eine zu hoch eingestellte Rekuperationsstufe führt zu unnötigem Schwungverlust und vermindert die Energierückgewinnung! Rekuperieren ist bei vollständig geladenem Akku nicht möglich. Daher sollten Sie den Akku bei bevorstehenden längeren Bergabfahrten nicht auf 100 % laden.

Heizung und Klimaanlage

Klimatisieren Sie den Innenraum möglichst vor Fahrtantritt bei angestecktem Ladekabel. Während der Fahrt ist es effizienter, die Sitz- und Lenkradheizung zu verwenden, als den gesamten Innenraum aufzuheizen!

Fazit: Der richtige Fahrstil spart Energie und Kosten

Ob Benzin-, Diesel-, Hybrid- oder Elektroauto – mit der richtigen Fahrweise lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken. Wer vorausschauend fährt, gleichmäßig beschleunigt, unnötige Bremsmanöver vermeidet und die Geschwindigkeit moderat hält, verbraucht weniger Energie und schont gleichzeitig Fahrzeug und Umwelt.

Schon kleine Anpassungen im Fahrverhalten können sich spürbar auswirken: Weniger Sprit- oder Stromverbrauch bedeutet nicht nur geringere Kosten an der Tankstelle oder Ladesäule, sondern auch weniger CO₂-Emissionen und eine größere Reichweite. Besonders bei steigenden Energiepreisen lohnt es sich daher, auf einen effizienten Fahrstil zu achten.

Eco-Driving ist keine komplizierte Technik, sondern eine einfache Gewohnheit im Alltag. Wer diese Prinzipien regelmäßig anwendet, kann langfristig Energie sparen und gleichzeitig entspannter und sicherer unterwegs sein.

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Ein Mann steht im SOnnenuntergang, im Hintergrund ist ein Windrad zu sehen, er hat dabei ein Ladkabel in der Hand, was er in sein E-Auto steckt. © iStock.com/Simon SKafar

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vom Kauf bis zur Ladestation - ein Überblick
Ein Mann und eine Frau sitzen auf beiden Vordersitzen im Auto, hinter ihnen sitzt eine weitere Frau auf der Rückbank. Auf der rechten vorderen Seite lehnt ein Mann am Auto und spricht mit allen drei Personen durch das Autofenster. Die Insasen lächeln ihn dabei an. © iStock.com/Andrey Popov

Fahrgemeinschaften

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