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Kinderleicht den Schulweg üben: Öffifahren leicht gemacht

Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es selbstständig mit Bus oder Bahn zur Schule kommt. Mit diesen Tipps wird Ihr Kind den Schulweg bald alleine meistern.

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Warum Öffentliche Verkehrsmittel nutzen?

Während viele Kinder im Volksschulalter den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad bestreiten können, wird das beim Wechsel in die Mittelschule oder das Gymnasium schwieriger. Durchschnittlich steigt die Weglänge dann von zwei auf zwölf Kilometer an, weshalb öffentliche Verkehrsmittel an Bedeutung gewinnen.

Mit den Öffis können Kinder selbstständig längere Strecken zurücklegen. Dabei bekommen sie ein Gefühl für Entfernungen und Zeit. Sie trainieren ihren Orientierungssinn. Zudem erreichen sie durch den Fußweg zur Haltestelle einen Teil der täglichen Bewegungsempfehlung von 60 Minuten (WHO).

Gut zu wissen: Viele Autos vor der Schule zu Schulbeginn stellen eine Gefahr für die Mitschülerinnen und Mitschüler dar. Je mehr Schülerinnen und Schüler zu Fuß, mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn zur Schule kommen, desto sicherer und attraktiver wird das Schulumfeld.

Übung macht den Meister

Anfangs können öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn für Ihr Kind überfordernd sein: Es muss lernen, Fahrpläne zu lesen, Richtungen zu erkennen und sich um die Mitnahme eines Tickets zu kümmern. Üben Sie daher das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln mehrmals mit Ihrem Kind, bis es sich sicher genug fühlt, den Schulweg auch alleine zu bewältigen. Mit unserer Checkliste vergessen Sie keine wichtigen Hinweise und wissen genau, was Ihr Kind können muss, bevor es alleine losstartet.

Machen Sie den Check:

  • Das Kind weiß die Uhrzeit, zu der es von zu Hause weggehen muss, und wie lange es bis zur Haltestelle braucht.

  • Das Kind hat seinen Fahrausweis dabei. Wenn nicht, weiß es, was zu tun ist.

  • Das Kind kennt den Namen und Ort seiner Einstiegs- und Ausstiegshaltestellen.

  • Das Kind kennt die Haltestellen vor und nach seinen Einstiegs- und Ausstiegshaltestellen.

  • Das Kind kennt die Wege zu den Haltestellen und weiß, wo es nachschauen kann, wenn es unsicher ist.

  • Bus: Das Kind weiß die richtige Straßenseite, auf der es warten muss.

  • Zug: Das Kind weiß den richtigen Bahnsteig, auf dem es warten muss.

  • Das Kind kann den Fahrplan lesen.

  • Das Kind kennt eine App zur Fahrplanauskunft und kann sie nutzen.

  • Das Kind weiß, dass Wochenende/Ferien andere Fahrzeiten bedeuten.

  • Das Kind weiß, dass es sich beim Ankommen des Fahrzeugs bereit machen und gut sichtbar positionieren muss.

  • Das Kind weiß, was zu tun ist, wenn es falsch ausgestiegen oder zu weit gefahren ist.

  • Das Kind weiß, was zu tun ist, wenn es Bus oder Bahn verpasst.

  • Das Kind weiß, dass der Tote Winkel gefährlich ist und hält Abstand zum Bus.

  • Das Kind weiß, an wen es sich bei Hilfe wenden kann.

  • Das Kind kennt ein anderes Kind, das denselben Schulweg hat und unterstützen kann.

 

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